23. - 27. Februar 2008

27. Feb. 2008 um 13:17 Uhr

Nach einem Tag Sightseeing in Adelaide (uebrigens seeeehr schoene und gemuetliche Stadt) entschieden wir uns spontan, bereits am Sonntag nach Kangaroo Island zu fahren. „Internetseidank“ konnten wir die Faehre noch buchen, fuer die 100 km bis nach Cape Jervis rechneten wir eine gute Stunde Fahrzeit. Das boese erwachen kam aber dann am naechsten Morgen bei der Abfahrt in Adelaide, als Kuere das GPS programmierte: Monsieur GPS erklaerte uns, dass wir mindestens eineinhalb Stunden brauchen fuer diese Fahrt! Das hiess im Klartext: Gas geben und sich nicht von den strengen Bullen erwischen lassen. Guenz ist sich nicht sicher, ob der geblitzt wurde…*hihi*
Wettermaessig wars auch nicht gerade zum Schreien, es regnete…
Puenktlich trafen wir bei der Faehre ein und konnten an Bord gehen, der Spass konnte losgehen ;-)
Nach einem fast obligatorischen Besuch beim Visitorinformation-Point, wo wir mit Karten und Infomaterial bomardiert wurden, suchten wir der Reihe nach die Attraktionen auf. Da die Insel nicht wirklich gross ist (150km lang und etwa 80km breit), konnten wir uns echt vertoerlen.
Seal Bay: Seeloewen in Huelle und Fuelle, feiner Duft in der Luft, fuer Schweizer-Gourmet-Nasen sehr gewoehnungsbeduerftig.
Little Sahara: riesige weisse Sanduenen mitten in der Pampa (die groesse laest sich nur schwer schaetzen, aber  mindestens 30 Meter hoch), praesentierte es sich uns wie verschneite Schneeberge. Hatte in der Tat „Snowboarder“, die die Duenen runter flitzten!
Western K.I. Caravan Park / Koala Walk: netter Campingplatz mit frechen Voegeln, schon beim Eingang sichteten wir einen Koala. Beim abendlichen Rundgang durch den nahe gelegenen Koala Walk hatten wir das Glueck, weitere Koalas zu beobachten. Ein maennliches bruenstiges Tierchen bot uns eine besondere Show (da kann jeder Sexfilm einpacken *hihi*). Unzaehlige Wallabies und Kaengurus hoppelten ebenfalls im Park herum.
Flinders Chase: leider sind fast 90% des Nationalparks (ca. 700 km2) letzten Dezember abgebrannt. Jene Tiere rannten nach Aussage Einheimischer Richtung Meer und stuerzten dort ueber die Klippen in den Tod. Jedenfalls sahen wir kaum Lebewesen hier…
Obligater Besuch von Admiral Arch, war aber wirklich wunderschoen! Im Gegensatz zu Seal Bay, hausen hier Seehunde (riechen aber leider auch nicht besser als die Seeloewen).
Auch der anschliessende Besuch der Remarkable Rocks hat uns beeindruckt, vor allem nach dem wir die Entstehungsgeschichte studiert haben. Mehr konnten wir in diesem Nationalpark leidern nicht erkunden, der groesste Teil ist wegen des Brandes immer noch gesperrt.
Stokes Bay: schoenes, natuerliches Merrbassain, das nur durch einen natuerlichen Tunnel unter grossen Felsbloecken erreichbar ist. Leider war zu kuehl fuer ein Bad.
Emu Bay: wiederum schoener Strand, immer noch zu kuehl fuer ein Bad.
Emu Ridge Eucalyptus Distillery: Touriattraktion… (aber wenigstens hats hier Emus).
American River: boring! (sehr viele Haeuser mit „Sale“ angeschrieben sagt alles aus…)
Kingscote: nettes Staedchen, aber auch „boring“. Alles nur Cafes, ohne Alk-Lizenz, also müssen wir unser Fuerobebier auf dem Campsite saufen. *hihi*
Die typisch australische Flora und Fauna wird einem hier auf einen Schlag geboten. Fazit: Zeit und Geld wert!
Rueckreise aufs Festland verlief problemlos. Nun sind wir wieder in Adelaide und Guenz in Mt. Gambier (wir mussten noch mal zurueck, um unser zusaetzliches Reserverad und die Duenenstange zu holen bei unserem Autovermieter in Adelaide), wir geniessen hier noch die Abendsonne und ein zuenftiges BBQ.

20.-22. Februar 2008

um 13:16 Uhr

Nun gings ins Weingebiet Clare Valley und Barossa.
Wahnsinn, wie hier Wein produziert wird, es sind zum Teil wahre Fabriken, es koennte einem glatt der Gluscht auf die feinen Australischen Weine vergehen…
Es war gerade Erntezeit, die Winzer lieferten Trauben ab, und wir staunten  nicht schlecht, was da alles in der Presse landet! Schoene reife Beeren, faule Beeren, Blaetter und halbe Rebstoecke…wahrscheinlich ist das der Grund, weshalb Australier nicht so schmeckt wie Schweizer Wein *hihi*. Einer unserer Favoriten zuhause à Wolf Blass, hat uns negativ uberrascht. Wir konnten aus dem Sortiment von ca 30 diversen Weinen gerade mal 5 Sorten degustieren. Bei Anderen war das degustieren kostenpflichtig ( 5 – 20 AUD pro Glas), diese Weine waren aber auch im Verkauf ueber unserem Budget à ueber 100 AUD pro Flasche, der Rest wurde nicht zum degustieren angeboten.
Anders sah es beim Lehmann aus, auch einer unserer Favoriten. Dort konnten wir sogar den Betrieb besichtigen (zwar nicht offiziell, aber es stoerte sich niemand daran, dass wir durchs Gelaende tschirgten).
Wir besuchten auch noch kleine Winerys, richtige Familienbetriebe (so 5 Personen-Weingueter). Da war kein grosser Unterschied zu den Schweizerbetreiben erkennbar. Nette gespraechige Leute offerierten uns Glas um Glas ihrer durchschnittlich 5 Weinsorten und Portweine. Gefaehrlich, auch in Australien ist 0,5 Promille! ;)
Auf den Campingplaetzen wars eher ruhig, Nachsaison-Stimmung. Unterhaltung boten uns in diesem Gebiet aber Possums. Echt putzige Tierchen, die uns beim Einnachten um die Beine strichen und uns sogar aus der Hand frassen.
Die Temperaturen: Tag à um die 22°C, in der Nacht noch so um 15°C, es war also Schlafsack angesagt, das Leintuch konnte wieder in den Rucksack.

16. - 19.02.2008

19. Feb. 2008 um 8:34 Uhr

In Kalgoorlie besuchten wir die Super-Pit Goldmine. Hier wird im Gegensatz zu anderen Minen im Tagbau Gold abgetragen, 24 Std. Schichtbetrieb. Das Gestein wird in Riesenlastwagen mit 240 Tonnen Nutzlast aus der Mine gekarrt, auf 9 solche Fuder schaut ca. 1 Unze Gold heraus (Preis aktuell fur eine Unze: AUD 1009.-) Ein ueberdimensinaler Bagger schaufelt das Gestein auf die Laster, pro Schaufel laedt er 60 Tonnen. Wir standen oben am Minenrand und schauten runter -> kam uns vor wie ein Playmobilgelaende und Matchbox-Autoeli, die da rumkurvten. Anschliessend besuchten wir noch die „Mining Hall of Fame“. Die Dame am Empfang teilte uns mit, dass der Besuch der unterirdischen Mine fuer die naechsten 2 Wochen nicht moeglich sei, der List sei futsch. Ja nu, Pech gehabt, dachten wir. Aber der Mate, der uns in die Geheimnisse des Goldbarrengiessens einweihte, zeigte Mitleid und fuehrte uns ueber einene Schacht -> 158 Stufen, 36 Meter tief -> in die Mine. Ausfuehrlich klaerte er uns ueber die verschiedenen Todesursachen von Minenarbeitern auf: an 1. Stelle steht die Staublunge. SUVA-like sind die Arbeitsplaetze hier auf jeden Fall nicht; ein Arbeitsgeraet, so ne Art Bohrer, wird „Wittwenmacher“ genannt… Die Jobs in den Minen (also nicht nur Gold, in Australien hat’s jede Menge andere Metallvorraete) sind sehr gut bezahlt -> 2 Wochen hardworking dann eine Woche frei: why not? ;-) Danach traten wir die Reise durch den Nullarbor (null Baeume) an. Von Kalgoorlie bis Ceduna sind es 1440 km, die teilten wir uns in 3 Tagesetappen auf. Den kroenden Abschluss des ersten Tages bildete die Strecke Balladonia – Caiguna -> 90 Miles (146,6 km) schnurgerade, wirklich nicht eine einzige winzige Kurve! Auf diesem Abschnitt wurde uns dann aber ein Naturspektakel ohne Gleichen geboten. Sonne, weisse Wolken, schwarze Wolken, blaue Regenwolken, Blitze, Regenbogen -> einfach fantastisch! Am naechsten Tag war dann Passfahren angesagt: Madurapass, Hoehendiff. 150m *hihi* Hier hat man 1000e von deja-vu Erlebnissen. Die einzige Abwechslung bieten die x toten Kaengurus auf der Strasse. Spaeter erreichten wir das Gebiet „Great Australian Bight“, 90m hohe Steilkuesten, imposant, und tausende von Fliegen, ca. 45°C, unser Wasserkonsum war immens. Beim Nullarbor-Roadhouse begegnete uns die erste „wilde“ Schlange, Thess konnte vor lauter Schreck nicht mal kreischen *hihi*. Spaeter beim Fyrabebier machte in Dingo die Runde ums Roadhouse auf der Suche nach Nahrung. Dem armen Tier sind wohl die aberhundert Kaninchen entgangen, die durch die Pampa hoppeln, oder der Dingo war auf einem Vegitripp. Heute mussten wir ein bisschen laenger auf den Sonnenuntergang warten, wir hatten 2x ¾ Std. Zeitverschiebung durchfahren. Wegen den Millionen Fliegen ist Essen, solange die Sonne scheint, fast unmoeglich. Umsomehr genossen wir dann unser Znacht, Penne Napoli. War um ein vielfaches besser als die „Ugly“-Sauce, die wir gestern zum Reis gekocht haben… *grins* Nach einem Fly-Fruehstueck (die Biester kraxeln einem im Gesicht rum, wir nehmen aber unsere Proteine lieber in anderer Form zu uns, deshalb fuchtelten wir waehrend dem Essen mit den Armen, sah sicher ein bisschen bescheuert aus) nahmen wir die letzte Etappe in Angriff. Der klassische Aussichtspunkt Head of Bight war leider gesperrt. Der naechste Abstecher zum Cactus-Beach entschaedigte uns aber fuer das Verpasste. Nun sitzen wir bei ca. 24°C und starkem Wind auf dem Camping in Streaky Bay und lassen uns wieder mal durchkuehlen.

Von Perth nach Kalgoorlie

15. Feb. 2008 um 16:32 Uhr

15.02.2008
Das heutige Etappenziel heisst Kalgoorlie – die Goldgraeberstadt (30′000 Ew!)
Weit entfernt von jeglicher Zivilisation faehrt man hier urploetzlich in eine Grossstadt mit allem erdenklichen Luxus (an den Strassenkreuzungen sieht man Jaguars und andere fette Karossen).
Doch der Weg bis hierhin war beschwerlich à das Thermometer kletterte zwischendurch auf ueber 44°C, ca 100km der gesamten Etappe fuhren wir auf einer Gravelroad (=staubige Naturstrasse). Abenteuerlich, den zwischendurch kam uns eine Staubwolke entgegen, die sich dann als Roadtrain entpuppte, einmal sogar als Oversize-Transport. Das hiess fuer uns, in den Strassengraben fahren, staunen, was uns da kreuzt (diesmal war es ein Ungetuem von einem Traktor auf einem Track, aber wir haben auch bereits zwei Tracks gekreuzt, auf denen jeweils je ein halbes Einfamilienhaus geladen war, in der Mitte halbiert!?).
Auch auf diesem Campingplatz stuertzen wir uns nach einem ausgiebigen Schwatz mit anderen Schweizern in den Camingpool…erfrischend. Nun ist es  knapp nach Mitternacht, und es ist immer noch ueber 30°C warm…Zeit fuer ein Bierchen aus dem Fridge. Guet Nacht
;-)
 

14.02.2008 
Tag der Abreise in Perth mit Ziel Wave Rock.
Bevor wir Perth verliessen, wollten wir unbedingt noch die schwarzen Schwäne (= Wahrzeichen von Perth) sehen. Also fuhren wir zum Lake Monger, dort tummelten sich „a lot of Black Swans“ (Anmerkung an Hedy und Torben: Schwaene fuettern ist hier VERBOTEN, das Brot, das ihr uns mitgegeben habt gabs dann am naechsten Morgen zum Fruehstueck
;) ).
Nach endlosen Kilometern geradeaus fahren und zwischendurch eine leichte Links- oder Rechtskurve erreichten wir um ca 17:00 Uhr den Campingplatz am Wave Rock. Super Platz, sogar mit Swimmingpool! Den nutzten wir natuerlich gleich, immerhin hatten wir waehrend der ganzen Fahrt immer uber 40°C.
Die Felsformation des Wave Rocks ist total faszinierend, Bilder dazu findet man in Photoalbum. Da die Sonne immer wieder hinter Woelckchen verschwand, beschlossen wir, den Felsen am naechsten Morgen nochmals foeteln zu gehen à hat sich gelohnt.
Der einzige Nachteil am naechsten Morgen: es wimmelte nur so von Fliegen. Das Fruehstück war sehr proteinhaltig und zappelig *hihi*
(gespickt mit kleinen schwarzen Fliegen). Fuer den Ausflug um und auf den Berg entschlossen wir uns, die Touri-Fliegennetze zu montieren. Wir muessen sagen: sieht zwar doof aus, ist aber auesserst angenehm, wenn einem die Biester nicht im ganzen Gesicht rumkrackseln!
 

Perth - Kingstonpark, City & Zoo

13. Feb. 2008 um 16:08 Uhr

13.02.2008
Heute besuchten wir den Zoo in Perth. Hedy organisierte uns einen exklusiven Zooguide: Maggie, eine 75 jaehrige Dame aus Perth, die sowohl im Zoo als auch auf Rottnest-Island ehrenamtlich Touren begleitet. Die Dame war aeusserst vital! Nach 5 Stunden bei ca 38°C rannte sie immer noch durch den Park. Wir: Zunge bei Fuss, Beine wie Elefanten, und Durst wie ein Affe. Maggie konnte uns wirklich jede Frage beantworten, die Frau hat uns begeistert. Am meisten fasziniert waren wir vom Krokodil. Unheimlich, wie das Tier in seinem Becken hing, bewegungslos, mit starrem Blick, ein Koloss. Das Ding war ca 5m lang, Maggie erzaehlte uns, dass dieser Brocken bereits zwei Krokodil-Frauen verspiesen hat.
Fazit: Dieser Zoo ist wirklich einen Besuch wert! Er ist gegliedert in verschiedene Erdteile, die alle samt Vegetation wunderschoen nachgebaut wurden, die Anlagen sind wirklich artgerecht und grosszuegig gebaut. Ein Bravo an den Zoo von Perth!
 

12.02.2008
Heute besuchten wir den Kingstonpark. Hier haben vor 34 Jahren Hedy und Tom geheiratet. Der Park gilt sowohl als Aussichtspunkt als auch als botanischer Garten. Die Aussicht auf die Skyline von Perth war umwerfend, die Hitze aber ebenfalls. Wir waren kurz vor dem Schmelzpunkt, aber nirgends ein Bier in Sicht. Unglaublich, nirgends kann man hier auf die Schnelle ein erfrischendes kuehles Blondes kaufen. Danach verlagerten wir uns in die City von Perth. Wirklich schoen! Hier vereint sich auf wundersame Art und Weise neues mit altem (siehe Photoalbum). Das Shoppingangebot ist immens à es ist wie in Bern, aber das ganze wird auf mehreren Etagen abgehalten. Sehr spannend, was man da fuer Laedeli entdeckt, wenn man keine Ahnung von so einer City hat. Aber: wir haben sogar unsere Campingespressomaschine gefunden!
Am Abend gingen wir dann anlaesslich meines Geburtstages im „Jetty’s“ essen. Das ist eine Beiz mit Buffetbetrieb à Discretion. Kuere schlug sich den Bauch voll mit Meergetieren, so Engerlinge und so Zeugs (roch aber gottseidank nicht soooo uebel ;-) )
Das Buffet war wirklich reich beladen, also fanden wir alle was essbares, sogar Hedy mit dem heikeln Magen konnte was ab dem Buffet geniessen. Wir fingen an, wunderschoene Teller zu kreieren, da von Vorspeise bis zur Nachspeise immer das ganze Sortiment zur Auswahl stand. Erdbeeren und Sprinz fanden sich fast auf jedem von unseren Tellern, sah funny aus ;-) . Zum Dessert ass ich zum ersten Mal Jelly: mmmmmmmmmmmmmhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh!  *hihi*

Pinnacles

11. Feb. 2008 um 14:31 Uhr

11.02.2008
Heute stand der Besuch der Pinnacles auf dem Programm. Um 08:30 zogen wir los, nachdem wir Torben viel Glueck fuer sein Bewerbungsgespraech gewuenscht haben (er hat nun die Chance, endlich einen „festen“ Job zu erhalten!)
Meine ersten Meter mit dem Buschtaxi verliefen wie die von Kuere: ich war fleissig mit Scheibenputzen beschaeftigt *totlach*. Unglaublich, wie Blinker setzten eine Reflexhandlung ist……
Nach einigen Kilometern betaetigte ich aber dann doch schon oefters spontan das richtige Hebeli ;-)
Nach ca 50 km dann die erste Herzkrise. Guenz fuhr voraus, wir hatten gut 200m Abstand. Ploetzlich sah ich Guenzes Bremslichter aufblitzen, dann sahen wir was auf der linken Strassenseite verschwinden. Dann ploetzlich sah ich rechts vorne am Strassenrand ein kleines Geisschen, ich bremste mal ein bisschen, und das Geisschen beschleunigte und wechselte dann die Strassenseite…ich bremste nach, und durfte kaum mehr schauen…dann fragte ich Kuere, „hanis verwuetscht?“. Kuere gab Entwarnung, das Geisslein hat seinen Amoklauf ueberlebt *uffff*.
Irgendwann merkten wir, dass wir auf der falschen Road unterwegs waren. Unsere Strasse fuehrte zwar auch nach Norden, aber die Pinnacles haetten wir hier nur ueber einen 4 WD-Track erreichen koennen à fuer Guenzes Chare verboten! Auf der Strassenkarte fanden wir aber eine Route querfeldein, die uns auf unsere Road Nr1 zurueckfuehrt…das bedeutete dann ca 30 km lang Gravel-Road fahren. Hat echt Spass gemacht. Wenn man zu langsam ueber diese Strassen faehrt, wird man voll durchgeschuettelt, so ab ca 80km/h wird’s dann einigermassen ertraeglich. Das einzige Problem ist dann nur die Bodenhaftung in den Kurven, aber wir haben die ersten Erfahrungen auf einer solchen Strecke souveraen geschafft…und unsere Fahrzeuge sahen danach auch entsprechend aus ;-) .
Die Pinnacles waren dann wunderschoen. Total ueberraschend faehrt man ploetzlich in ein gelbsandiges Gebiet, das uebersaet ist mit Felsbrocken.
In diesem Naturschutzgebiet fuehrt ein Track durch das Gebiet, man kann anhalten und foetelen, wann und wo man will. Hatte erstaunlich wenig Touristen, und das Gelaende war unglaublich sauber gehalten (keine Petflaschen, kein Papierli, einfach nichts an Ghueder…).
Auf dem Rueckweg besuchten wir noch den Hangover-Beach (dort sahen wir einen armen kranken Seehund)  und anschliessend noch den Kangaroo-Beach. An beiden Straenden geluestete es uns aber nicht, ein Bad zu nehmen (es war voll Bjoerk = Seegras, und es stank ziemlich graesslich). Schade, wir haetten uns gerne ein bisschen abgekuehlt: wir hatten in dieser Zone so um die 43°C!!!
Die Rueckfahrt verlief nebst der schlaefrig machenden Hitze fehlerfrei, unser Wasserkonsum ruinierte uns beinahe: 1,5 Liter Wasser kosten an einer Tankstelle 5AUD =5 CHF. In Perth zeigte das Thermometer dann immer noch 38°C an.
Nun geniessen wir gerade ein Firabe-Bier und gleich geht’s noch ans Waesche aufhaengen ;-)

Unterwegs mit Ebbes

um 14:30 Uhr

8./9./10.02.2008
Nach einem Marktbesuch in Fremantle besichtigen wir das Stadtzentrum  von Fremantle. Sehr schmuck, die meisten Gebaeude sind im typisch viktorianischen Stil gehalten.
Am naechsten Tag machten wir uns auf die Suche nach Outdoor-Zubehoer, um unsere Ausruestung zu ergaenzen. Wir brachten es fertig, uns auf den 800m2 Ladenflaeche zu verlieren…! Nach ca. 15 Min. einander suchen fanden wir uns wieder. Da stellt sich uns nun die Frage: Training noetig? -> Australien ist ein bisschen groesser als dieses Laedeli, und wir sind schon hier masslos ueberfordert! *hihi*
Am Nachmittag war dann ein Besuch im Seeaquarium auf dem Plan. Sehr schoen gestaltete Anlage mit wirklich interessantem Repetoire an Meergetieren (ich weiss nun wieder, weshalb ich beim Baden im Meer jeweils einen Schreikrampf kriege, wenn mich unter Wasser was beruehrt!!).
Nichtsdestotrotz fuhren wir am naechsten Tag an den Beach. Zuerst schaufelten wir aber noch einen immensen Sandhaufen von Ebbes Unterstand in die Einfahrt (Ebbes fuhren einkaufen, wir waren also home alone). Mangels geeigneter Werkzeuge stampften wir den Sand dann mit den Fuessen platt -> Swiss-finish in Down-under (die vorbeifahrenden Aussies jedenfalls waren sich einen solchen Anblick nicht gewohnt ;-) ). Gaertnermeister Kurt verpflanzte fachgerecht eine Staude. Wir hatten nun schon fast einen Arbeitsrausch und schmiedeten Plaene, welche Pflanzen wir nun wohin versetzen koennten. Wir befuerchteten dann aber, dass wir von Hedy „Baugis“ erhalten und tranken dann stattdessen ein Bier..
Am Beach wars herrlich: Wasser ca 25°C und coole Wellen. Ich war erst bis zu den Knien im Wasser, da kam ein reisen Brecher und zog mir beinahe meine Badehose aus… ;-) Zum Glueck wurden aber auch andere Badegaeste von dieser Riesenwelle ueberrascht, und so kaempfte nicht nur ich mit meinem Bikini.
 

from Mauritius to Perth

08. Feb. 2008 um 16:17 Uhr

O5.02.2008
Den letzten „Lazy-Day“ in Mauritius geniessen wir am „White Sand Beach“ à goettlich! Meer so um die 28°C, tuerkisfarben, einfach bombastisch.
Eigentlich muessten wir unser Appartment um 11:00 Uhr verlassen. Aber wir fragen so charmant, dass Sie uns nicht widerstehen koennen. Wir fragen: wo koennen wir unser Gepaeck bis zur Abreise deponieren? Wo koennen wir hier noch duschen vor der Abreise? Koennen wir irgendwo eine Toilette benuetzen? Anscheinend ist das den „filles“ zu bloed geworden, denn sie offerierten uns dann, bis um 16:00 Uhr im Bungalow bleiben zu koennen ;) .
Um Punkt 16:00 Uhr standen wir, puenktlich wie eine Schweizeruhr, auf der Matte, der Transport zum Flughafen wurde uns fuer diese Zeit angekuendigt. Um 16:15 war noch weit und breit kein Transport in Sicht. Um 16:25 fragten wir mal bei der Rezeption nach… das Fraeulein telefonierte ein bisschen herum und meinte dann, dass dans dix minutes unser Taxi kommt. Der Manager gesellte sich dann zu uns und fing ein bisschen Smalltalk mit uns an… wahrscheinlich, um uns bei Laune zu halten. 16:50 fuhr endlich ein Taxi vor…
Der Chauffeur erkundigte sich nach unserer Abflugzeit, Guenz sagte spontan 19:00 Uhr um dem Driver ein bisschen Beine zu machen (unser Flieger startet erst um 20:00 *hihi*). Dieser reagierte dann sehr hektisch: Rush-Hour! Das reicht nie! Aber fuer 500 Rupien kennt er eine geile Abkuerzung durch die Berge (what??? Abkuerzung???). Wir verzichten dankend…und fahren dann tatsaechlich in einen riesen Stau… Die Zeit vergeht, die Zeit fuers Checking laesst sich auf unseren Uhren auch bereits ablesen, aber der Flughafen ist noch lange nicht in Sicht. Aber wir habens auf dem letzten Zacken geschafft, der Flieger hob dann mit ca 30 Minuten Verspaetung mit uns an Bord ab.
Nun geht’s Richtung Down Under!!!
06.02.2008
Nach einem turbulenten, schlaflosen Flug landeten wir bei strahlendem Wetter in Perth. Am Flughafen erwartete uns bereits Rolf, unser Autovermieter.
Guenz fuhr mit dem Taxi zum TCC, und wir liessen uns auf dem Flughafenparkplatz unser Fahrzeug erklaeren à ein „Riesengoeppel“ ;-)
Dann durfte Kurt den Zuendschluessel drehen uns losfahren. Erste Kreuzung: Blinker setzen
à die Scheibenwischer kratzen hektisch ueber die Windschutzscheibe (und ich, Thess, lach mich schon mal halb krank). Dann Blick nach links und langsam losfahren und „HUUUUUUUUUUPPP“ — ups, da kommen ja die Autos von rechts. Also neuer Versuch, blinken à Scheibenwischer zum Zweiten *totlach* und diesmal Blick in die richtige Richtung, und los geht die flotte Fahrt.
Das Navi fuehrte uns nun zu Ebbes. Wir werden sehr herzlich empfangen. Nachdem wir die aktuellsten News aus Down Under erfahren haben (ca Mitternacht) fielen wir todmuede in unser Betten im Hotel Ebbe.    

07.02.2008
Wir erwachten so um 9:00 Uhr und lauschten den Geraeuschen, die das ruhige Quartier Heathridge den Ohren so bot. Was ist den das? Regnet es? In der Tat, es schuettete wie aus Kueblen à wie wir von Ebbes erfahren, ist es das erste Mal seit Juni 2007, dass hier Regen faellt ;)  
Nach einem ausgiebigen Schwatz mit Hedy und Tom fuhren wir ins Woolworth (Einkaufscenter) und deckten uns mit dem noetigsten ein.
Zum Znacht gabs dann ein Barbie (ist keine schlanke Puppe, sondern grillieren nach Aussie-Art). War mega lecker: Kangaroowuerstli, Lammkotteletten, Porcwurst und Pouletwurst mit Spinat und Pinienkernen.
08.02.2008
 
Ausflug nach Freemantle. Auf dem Hafenareal besuchten wir einen Markt und fanden dort massenhaft Souveniers… Danach schlenderten wir in Freemantle umher, unter anderem besuchten wir Toms Arbeitsstaette. Auf der Heimfahrt, entlang der Kueste von Perth, mit unendlich vielen idyllischen Surfstraenden, besuchten wir den Friedhof in Joondaloop. Keiner glaubt, weshalb wir diesen Ort aufsuchten: hier sahen wir unsere ersten wilden Kaengurus! Diese fressen hier die Bluemchen ab den Graebern und gedeihen praechtig.
Unser Chalet auf 4 Raedern hatte nun zum ersten mal Durst. Korrektur: saumaessig Durst! Der Zaehler an der Tanksaeule drehte und drehte und drehte…bei 130 Liter stoppte er endlich. Zuhause haetten wir einen Kleinkredit gebraucht, um the Bill zu bezahlen… hier hatten wir „Woolworthrabatt“ und der Liter kostete so bloss noch AUD 1.36.
 

the begin

07. Feb. 2008 um 3:50 Uhr

3.2.08
Mit ca. dreiviertelstuendiger Verspaetung, hob unser Flieger endlich ab nach Mauritius. Ein letzter Blick auf die Schweiz by Night und schon wurde uns das „Happy Meal“ serviert.
Thess und Guenz sagten: Juppi, kein Fisch! (Vorgaenig haben wir uns via Website informiert, da stand tatsächlich Fisch als Hauptgericht) tatsächlich wurden uns anstelle (Chicken) aufgetischt.
In Mauritius gelandet, wurden wir von der tropischen Hitze fast erschlagen.
Nach einer stuendigen Fahrt im klimatisierten Taxi, quer über die Insel bezogen wir unser Bungalow in Mont Choisy.
Tolle Unterkunft direkt am Meer, inkl. 2 Buessi, jede Menge Gekos und anderes Getier…
Temperaturen:
Air:  by Day 32C° / by Night 27C°
Meer: 28C°
Bier: 5C° (nach 10 Min. 30C°, jedoch meist vorher vernichtet…)


4.2.08
Nach einer sehr erholsamen Nacht in einem Bett(!), machten wir uns auf Futtersuche (Fruehstuek). Gar nicht so leicht, wir entschieden uns daher spontan, unser Fruehstuekskaffe/Tee in einer Beiz zu schluerfen. Den nahrhafteren Teil (Baquette, Vache qui rit, Edammerkaese) fanden wir in einem „Supermarket“ hinter den Raeucherstaebli und Budafiguren.
Nach unserem ausgiebigen Fruehstuek spurteten wir (lauf Forest,lauf…) auf den Buss nach Grand Baie. Cooles Staedchen; Kurt hat den ersten  „Brenner“ eingefangen.
In Anbetracht dessen fiel unser Beachaufenthalt eher kurz aus, obwohl der Strand traumhaft schoen ist.
Nachdem wir gestern Abend maurizische Kueche genossen haben, wollen wir heute Indisch probieren. Unser Security-Man vom Gelaende hat uns freundlicherweise schon mal die Menuekarete vorbei gebracht; wir spekulieren ueber die Provision, die er erhalten wird… Aber da er immer so nett laechelt, moegen wir Ihm das goennen.

 

 

Jetzt gehts los!

01. Feb. 2008 um 22:33 Uhr

In weniger als 24 Stunden starten wir unsere Reise!

Was heute noch auf dem Tagesplan stand:

  • Arzttermin, um Schutz gegen allerlei Kaeferli zu haben
  • Einkaeufe in Marin (last minute –> eben à la Reubi)
  • waschen
  • Wohnung aufräumen und putzen (waere sonst ein echtes Eigengoal gewesen –> Abmachung mit unseren Jungs: wir treffen die Wohnung so an wie wir sie verlassen *hihi* ) (na gut, das Bad muesste schon laengst mal renoviert werden, also gegen eine kleine Veraenderung haetten wir im Prinzip schon nichts *grins*)
  • kurze Geburtstagsvorfeier mit unserem Dömu, anstossen am 10. Februar geht per Mail oder Telefon eben schlecht…
  • “Henkersmahlzeit” geniessen (wann werden wir wohl das naechste Mal Filet an Sauce Café de Paris mit Pommes und Salat schlemmen?)

Nun sind aber sozusagen alle Pendenzen abgebaut, und uns bleibt nur noch die Minuten zu zaehlen bis zum Abflug.