16. - 19.02.2008

In Kalgoorlie besuchten wir die Super-Pit Goldmine. Hier wird im Gegensatz zu anderen Minen im Tagbau Gold abgetragen, 24 Std. Schichtbetrieb. Das Gestein wird in Riesenlastwagen mit 240 Tonnen Nutzlast aus der Mine gekarrt, auf 9 solche Fuder schaut ca. 1 Unze Gold heraus (Preis aktuell fur eine Unze: AUD 1009.-) Ein ueberdimensinaler Bagger schaufelt das Gestein auf die Laster, pro Schaufel laedt er 60 Tonnen. Wir standen oben am Minenrand und schauten runter -> kam uns vor wie ein Playmobilgelaende und Matchbox-Autoeli, die da rumkurvten. Anschliessend besuchten wir noch die „Mining Hall of Fame“. Die Dame am Empfang teilte uns mit, dass der Besuch der unterirdischen Mine fuer die naechsten 2 Wochen nicht moeglich sei, der List sei futsch. Ja nu, Pech gehabt, dachten wir. Aber der Mate, der uns in die Geheimnisse des Goldbarrengiessens einweihte, zeigte Mitleid und fuehrte uns ueber einene Schacht -> 158 Stufen, 36 Meter tief -> in die Mine. Ausfuehrlich klaerte er uns ueber die verschiedenen Todesursachen von Minenarbeitern auf: an 1. Stelle steht die Staublunge. SUVA-like sind die Arbeitsplaetze hier auf jeden Fall nicht; ein Arbeitsgeraet, so ne Art Bohrer, wird „Wittwenmacher“ genannt… Die Jobs in den Minen (also nicht nur Gold, in Australien hat’s jede Menge andere Metallvorraete) sind sehr gut bezahlt -> 2 Wochen hardworking dann eine Woche frei: why not? ;-) Danach traten wir die Reise durch den Nullarbor (null Baeume) an. Von Kalgoorlie bis Ceduna sind es 1440 km, die teilten wir uns in 3 Tagesetappen auf. Den kroenden Abschluss des ersten Tages bildete die Strecke Balladonia – Caiguna -> 90 Miles (146,6 km) schnurgerade, wirklich nicht eine einzige winzige Kurve! Auf diesem Abschnitt wurde uns dann aber ein Naturspektakel ohne Gleichen geboten. Sonne, weisse Wolken, schwarze Wolken, blaue Regenwolken, Blitze, Regenbogen -> einfach fantastisch! Am naechsten Tag war dann Passfahren angesagt: Madurapass, Hoehendiff. 150m *hihi* Hier hat man 1000e von deja-vu Erlebnissen. Die einzige Abwechslung bieten die x toten Kaengurus auf der Strasse. Spaeter erreichten wir das Gebiet „Great Australian Bight“, 90m hohe Steilkuesten, imposant, und tausende von Fliegen, ca. 45°C, unser Wasserkonsum war immens. Beim Nullarbor-Roadhouse begegnete uns die erste „wilde“ Schlange, Thess konnte vor lauter Schreck nicht mal kreischen *hihi*. Spaeter beim Fyrabebier machte in Dingo die Runde ums Roadhouse auf der Suche nach Nahrung. Dem armen Tier sind wohl die aberhundert Kaninchen entgangen, die durch die Pampa hoppeln, oder der Dingo war auf einem Vegitripp. Heute mussten wir ein bisschen laenger auf den Sonnenuntergang warten, wir hatten 2x ¾ Std. Zeitverschiebung durchfahren. Wegen den Millionen Fliegen ist Essen, solange die Sonne scheint, fast unmoeglich. Umsomehr genossen wir dann unser Znacht, Penne Napoli. War um ein vielfaches besser als die „Ugly“-Sauce, die wir gestern zum Reis gekocht haben… *grins* Nach einem Fly-Fruehstueck (die Biester kraxeln einem im Gesicht rum, wir nehmen aber unsere Proteine lieber in anderer Form zu uns, deshalb fuchtelten wir waehrend dem Essen mit den Armen, sah sicher ein bisschen bescheuert aus) nahmen wir die letzte Etappe in Angriff. Der klassische Aussichtspunkt Head of Bight war leider gesperrt. Der naechste Abstecher zum Cactus-Beach entschaedigte uns aber fuer das Verpasste. Nun sitzen wir bei ca. 24°C und starkem Wind auf dem Camping in Streaky Bay und lassen uns wieder mal durchkuehlen.

76 Kommentare

  1. hallo ihr beiden autofahrer :-)

    das hätte ich zu gerne gesehen, wie therese vor der schlange stand, mit offenem mund, und trotzdem keinen ton rausgebracht hat. :-) so etwas haben wir im büro mit therese nie fertig gebracht. :-) ))

    mit den arbeitszeiten der kumpels in der goldmine könnte ich mich glatt anfreunden. doch so wie ich unseren schuppen kenne, wird das wohl nichts mit einem neuen arbeitszeitmodell werden. :-) ) auch das mit dem jaguar fahren wird bei unserer besoldungsklasse wohl nie der fall sein. man muss halt auch mit weniger zufrieden sein.

    eines muss man euch beiden wirklich lassen, wie kann man nur bei so einer affenhitze durch die gegend fahren?! :-) ich währe wohl schon längst beim herumhocken im auto locker verdurstet! :-) ich hoffe doch stark, dass ihr beim gemieteten auto nicht am falschen extra gespart habt und das ding eine klimaanlage hat, oder??? das fenster kann man ja schlecht die ganze zeit über offen haben, denn es muss nur ein auto entgegenkommen und schon kann man den ganzen innenraum als sandkasten verwenden. :-)

    also das ist mir ein rätsel wie therese wieder auto fährt. da hat es keine bäume und keine kurven auf der strecke und trotzdem ist die ganze strasse voller toter kängeruhs?:-)))))

    sorry das ich nicht alles komentiern kann, doch ich komme nicht jeden tag zum lesen eures reiseberichts. :-) macht aber weiter, dann kann man sich hier wenigstens so fühlen als ob man selber in den ferien wäre. :-)

    gruss stefu


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Der Beitrag wurde am 19. Feb. 2008 um 8:34 veröffentlicht und wurde in der Kategorie unterwegs... gespeichert. Du kannst Kommentare zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen TrackBack auf deiner Seite einrichten.