…to Coober Pedy

Viele Varianten hatten wir nicht, um nach Coober Pedy (das waere das Ziel nach der Desertquerung gewesen) zu gelangen à also Plan B: Birdsville Track und Oodnadatta Track.
Erstes Etappenziel: Mungerannie Roadhouse. Die Fahrt bis dahin war landschaftlich traumhaft schoen und der Pistenzustand desert-like… ;-) .
Obligater Tankstopp und Wagenkontrolle und Smalltalk im Roadhouse, warten bis die Sonne untergeht (Flies…), und am naechsten Morgen zeitig los, um vor der grossen Hitze (ist hier locker mal ueber 40°C!) moeglichst weit zu kommen. Aber vor der Abfahrt Schock: wir hatten nen Platten! Der Typ vom Roadhose (Allrounder: Tankwart, Wirt, Mechaniker, Sammler und Jaeger etc.) half uns aus der Patsche, trotz „Good Friday“!
(In Australien ist das einer der heiligsten Tage, es DARF nicht gearbeitet werden, gibt nur wenige Ausnahmen, eben z.B. Roadhouses in der Wueste.)
Nach etwa einer Stunde hatte unser Schlauch zwei Flicken drauf , und wir konnten nach Marree starten. War irgendwie unheimlich, wir sahen nur etwa 100m weit…alles andere verschwand in Dust (wie Nebel, ist aber aufgewirbelter Sandstaub, der etwa 2m hoch übers Land schleicht). Die Sehenswuerdigkeiten auf der Strecke orteten wir ueber den Kilometerstand… hat geklappt ;-) . Bei einem Rast dann die Bescherung: zischen aus dem rechten Hinterrad… not good! Und, der geflickte Reifen auf der anderen Seite, verlor ebenfalls Luft… Wer um himmelswillen hat diesen Tag Good Friday genannt???
Also, Werkzeug raus, Reserverad montieren und den andern nachpumpen und dann vorsichtig nach Marree troetschgelen.
Ein “kompetenter“ Garagier reparierte uns die zwei Reifen, das heisst, er klebte weitere Flicken auf den Schlauch… dabei fluchte er ueber die Scheissqualitaet unserer billigen Koreaner-Schlaeuche, diese seien hauchduenn und wenig strapazierfaehig à nicht fuer 4WD!!!
Am naechsten Tag fuhren wir nach Andamooka, mit gemischten Gefuehlen wegen den Korea-Dingern, nach wie vor nur Dirt Road… es kam was kommen musste à Rast à zisch à Radwechseln, diesmal vorne links (unglaublich, Good Friday war doch gestern!!! Kuere liebaeugelt uberigens nach so manchem Radwechsel mit einem neuen Job in einer Box bei Formel 1, mich wird er aber nicht als Boxenluder uberreden koennen *totlach*). Also auf nach Roxby Down, ist ja schliesslich eine Stadt, und da vermuteten wir, kann uns jemand das Teil locker flicken. Weit gefehlt: samstags macht man das hier nicht, ist Ostern und so ;-) .
Also fuhren wir weiter nach Andamooka, einem kleinen Opalminerkaff. Und siehe da, da wurden wir geholfen! Ein weiterer Flick landete auf unserem Koreaner-Schrott.
Die Fahrt dorthin war uebrigens genial, absolut malerisch und „Mad Max-maessig“.


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Der Beitrag wurde am 26. Mar. 2008 um 15:06 veröffentlicht und wurde in der Kategorie unterwegs... gespeichert. Du kannst Kommentare zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen TrackBack auf deiner Seite einrichten.