…to Alice Springs

Mittlerweilen sind wir in Alice Springs, dem Herzen von Australien angelangt (Red Center).
Und nachfolgend ein Auszug unserer Erlebnisse auf dieser Etappe. 
In Coober Pedy besichtigten wir eine unterirdische Working Mine (so angepriesen, in Wahrheit aber war „Ruhetag“…) die Fuehrung war dann aber sehr interessant und ihre AUD 25.-/Nase wert. Coober Pedy gleicht einem riesigen Maulwurfsbau, oben tausende von Steinhaufen, unten ein Hoelenlabyrint (die Tunnel werden unkoordiniert „Handgelenk mal Phi“ vorangetrieben, oefters landen sie dabei in einem Nachbarclaim, und oefters auch sonst nicht dort wo sie eigentlich hin wollten). Auf meine Frage, ob die Statik der Tunnel und unterirdischen Hallen berechnet wuerden, war die Antwort: „na na na“ (Aussie-Slang fuer nein ueberhaupt nicht), wenn drei Maenner die Arme austrecken koennen sei das in der Regel kein Problem, es koenne aber schon mal ne Hoele zusammenkrachen… (Fazit: einmal mehr Crazy-Australia!) 

Auf einer City-Tour erhielten wir einen Einblick in den Coober Pedy – Alltag: unterirdische Serbische Kirche, Golfplatz ohne Rasen (!), Dugouts einst und heute (Mineneschaechte die in Wohnungen umfunktioniert werden, Vorteil ausgeglichenes Klima und Laermschutz -> gemaess Guide kann man da seine Frau erschiessen und niemand bekommt was mit… ;-) ), Energieversorgung (Strom fuer die gesamte Stadt wird mit riesigen Dieselgeneratoren erzeugt). Im Gegensatz zu Andamooka weiss man hier mit Touristen umzugehen, jedes 2. Haus ist ein Opal-Shop. Weiter ging’s Richtung Oodnadatta, ueber die Moonplain… hier werden oft Post-Nukleare Filme gedreht -> passt wirklich, 100km Steinwueste total! Nach einem Abstecher in die eindrucksvolle Paintet Desert kamen wir zum wirklich rosaroten „Pink Roadhouse“ in Oodnadatta (Crazy…). Wir waren nun schon sehr spaet dran und schlugen deshalb unser Camp mitten in der Wildnis auf. Ausser ein paar Pferden, Kuehen (die uns in der Nacht dann unser USO abschlabberten) und ein paar Roos waren wir alleine mit unserem Lagerfeuer und einer Million Sterne am Himmel. 

Bei der Planung unserer weiteren Reiseroute stach uns sofort das Opalfield in Mintabie ins Auge (Opal ist mittlerweilen ein Reizwort fuer uns *hihi*), da mussten wir hin. Einmal mehr lohnte sich ein solcher Abstecher. In Mintabie werden die Opale im Gegensatz zu Andamooka und Coober Pedy oben auf den Huegeln gefunden. 

Nach dem Znacht gingen wir fuer ein „Fuerobebier“ noch in Pub und lernten dabei Robyn kennen. Sie fuehrt einen der 3 Shops im 180 Seelen Dorf, verkauft ihre Waren aber ausschliesslich an Aboriginels. Nebenbei ist Sie und ihr Mann David ebenfalls Miner. Sie bot uns an, am naechsten Tag mit uns eine Sightseeing-Tour zu machen. Am naechsten Morgen halfen wir zuerst die angelieferten Waren abladen dann irgendwie und- wo im Gnuschlager und – Laden zu verstauen. Von Lebensmitteln ueber Kleider, TV, Gitarren, Gewehren, Desous bis zu Fasnachtskostuemen wird hier alles angeboten… Am Mittag gings dann auf die versprochene Tour, Robyn und David erklaerten uns vor Ort die verschiedenen Maschinen. Bei der Noodeling-Maschine trafen wir dann Tom, ein erfolgreicher Blackopal „Hunter“. Detailliert erklaerte er uns diese Noodeling-Maschine: zu hinterst fuellt mann Steinbrocken (mit vermutetem Opalgehalt) ein, diese werden „gecrasht“ und ausgesiebt, ueber ein Foerderband gelangen sie dann in den Darkroom wo mit Schwarzlicht Opal durch fluoreszieren erkennt wird. Solche Maschinen sind immer „Marke Eigenbau“. Der kroenende Schluss der Tour war Cindy, Davids ganzer Stolz, sein „Doozer“. Auch ich (Kurt) durfte eine Runde auf diesem Monster fahren (Modellheli fliegen ist bedeutend einfacher!). Der Doozer ist 68 Tonnen schwer, hat einen 600 PS Motor welcher pro Minute eine Liter Diesel saeuft! Die Herzlichkeit der Leute hier hat uns ueberwaeltigt, Robyn und David werden uns immer in Erinnerung bleiben.  Auf unserer Weiterreise nach Alice machten wir einen Abstecher zu den Henburys Meteorite Craters, eindrucksvoll! Vor 4700 Jahren schlugen hier 8 Meteoriten ein, der groesste hatte die Masse eines 200lt Oelfasses, der groesste Krater hat einen Durchmesser von 180m und ist 15m tief.  Weiter ging’s ueber eine geile „Offroad Route“ ins Rainbow Vally. Die freistehenden Sandsteinfelsen und –Klippen praesentierten sich uns wirklich wie ein Regenbogen. Von weiss ueber gelb, orange, rot, braun und schwarz leuchteten sie in die Wueste hinaus -> wunderschoen! 

Heute ist nun mal ein Relax-Tag, d.h.: Waesche waschen und Innenreinigung USO, wir wollen ja schliesslich keine Staublunge riskieren. *hihi* 


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Der Beitrag wurde am 01. Apr. 2008 um 8:39 veröffentlicht und wurde in der Kategorie unterwegs... gespeichert. Du kannst Kommentare zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen TrackBack auf deiner Seite einrichten.