Wieder zuhause

16. Juni 2011 um 19:39 Uhr

Nun sind wir zurück. Um ein paar Monate älter, und um x-tausend Erlebnisse reicher.
Ob’s einen Part 3 geben wird?
Nobody knows…
;-)

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Singapore

um 19:13 Uhr

Morgens um 02:30 Uhr hob unser Flieger pünktlich in Brisbane ab – drei Kinofilme später landeten wir bereits in Singapore. Erster Eindruck: wow, ist das hier warm!
Der Fahrer des Transferbuses zum Hotel fuhr mit uns extra einem Umweg, um uns schon mal ein bisschen mit dem Städtchen vertraut zu machen, beantwortete geduldig unsere Fragen und lieferte uns Facts zum Staat:
• dass Singapore ca. 700km2 gross ist (etwa die Fläche des Berner Seelandes)
• dass da 5 Millionen Menschen wohnen
• dass 20% der Singapuraner reich sind, und nur 20% arm
• und dass wir nicht Bus fahren sollen, da kein Mensch bei den Verbindungen nachkomme
Letzteres haben wir dann trotzdem mal ausprobiert… Ein Buschauffeur nahm uns mit, als wir ihm unsere Zieldestination mitteilten, und irgendwo in Singapur liess er uns aussteigen, mit der Info, dass wir nun den Bus 1X6 nehmen müssen. Den gabs dann aber nicht. Eine Frau (Einheimische), die an der Station wartete, konnte uns auch nicht weiterhelfen. Sie wetterte, das System in Singapur sei zu kompliziert, sie komme da auch nicht nach. Der nächste Bus, der an dieser Station hielt, konnte uns dann aber weiterhelfen, und so kamen wir dann doch nach Chinatown – dahin, wo wir ja hinwollten. Also, doch nicht sooo schwierig! :-)
Um einen Gesamteindruck zu erhalten, machten wir eine Citytour. Alles ist irgendwo im Wandel. Casinos, Freizeitparks, weitere U-Bahn-Linien und Wohngebiete werden gebaut, und um alles zu realisieren, muss nun dem Meer Land abgewonnen werden. Einerseits ist die Stadt hypermodern, anderseits findet man dann aber ein Chinatown wie aus dem Bilderbuch.
Unsere anfängliche Frage: “Was um himmelswillen wollen wir hier 4 Tage lang tun” hat sich schnell beantwortet. Es gibt viel zu sehen:
• manches hat uns fasziniert (–> ein traumhaft schöner Orchideenpark mitten in der Stadt, und natürlich auch Dam, ein geniales malaysianisches Brettspiel, dass die Senioren am Abend in den Parks spielen),
• manches erstaunt (alle sprechen englisch –> auch 2 Chinesen untereinander, obwohl die 100mal besser chinesisch könnten ;-) ),
• manches verblüfft (das Volk ist folgsam –> kein Wunder bei den happigen Bussen –> mit dem Fahrrad in einer Fussgängerunterführung fahren kostet 1000 Dollar…).

Einen beträchtlichen Teil unserer Zeit verbrachten wir aber auch mit shoppen. Unsere Masche “uuuh, das ist ja aber in der Schweiz viiiiel billiger” verhalf uns zu ein paar wirklich sagenhaften Schnäppchen. Ein Glück, dass wir “nur” 4 Tage Zeit hatten – unser Konto wäre sonst wahrscheinlich überstrapaziert worden, und die 2 x 30kg Gepäcklimite ebenfalls. ;-)

Täglicher Höhepunkt war aber dann jeweils das Abendessen – wir lieben die asiatische Küche, und da waren wir ja nun sozusagen im Paradies gelandet.

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bis Brisbane

6. Juni 2011 um 16:29 Uhr

Auf unserer Weiterreise südwärts kamen wir auch in Bundaberg vorbei. Selbstverständlich musste da ein Stopp gemacht werden, um den kostbaren goldigen Zuckerrohrsaft am Herstellungsort degustieren zu können. Mmmh, we like Bundi! :-D

In Hervey Bay buchten wir die Fähre und organisierten die nötigen Bewilligungen für Fraser Island – unser nächstes Abenteuer.
War dann wirklich super! Die ganze Insel besteht aus Sand, also auch die Strassen. Gefahren wird entweder auf 1-Autobreiten Pfaden oder am Strand entlang, auf den sogenannten Highways. Die Sanpisten teilt man sich übrigens teilweise auch noch mit Flugzeugen (Start- und Landepiste ist am selben Ort wie die “Strasse”). Auf der Insel besuchten wir die verschiedenen Seen im Inland, und wunderschöne Aussichtspunkte auf den Klippen. Übernachten konnten wir irgendwo wos uns gefiel, am Strand. Herrlich, und auch der Wettergott war uns freundlich gesinnt. Unser learning: Ebbe und Flut ist eine Herausforderung für Binnenländer… wir haben aber fast nie nasse Füsse gekriegt *hihi*.

Da wir noch einwenig “spatzig” in unserem Zeitbudget hatten, machten wir einen Abstecher nach Byron Bay und Surfers Paradies. Die Zeit dort verbrachten wir mit Sünnele, lädele und den Surfern zuschauen. War imposant zu sehen, wie die Surfer in den 4 Meter hohen Wellen rumkurvten.

Den Abschluss in Australien genossen wir in Brisbane. Ein bisschen auf dem River rumschiffen, in der Stadt bei einem Bierchen “de Lüt chli zueluege”, Souvenir jagen, Besuch im Steve Irwin Zoo, packen (und staunen über das immense Gepäckvolumen ;-) )… und nun ist die letzte Stunde Down Under Part 2 angebrochen. Wir sitzen hier im Flughafen von Brisbane, Boarding ist in 30min, in ein paar Stunden werden wir in Singapur sein. Mal schauen, was uns da noch so alles erwartet…

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Von Cairns bis Airlie Beach

22. Mai 2011 um 12:39 Uhr

Nach drei erholsamen Tagen in Cairns mit lädele, beachen und zwischendurch „eis ga näh“ fuhren wir weiter südwärts. Bei unserem Stopp in Mission Beach sahen wir dann, was der Cyclon Yazi hier im Februar angestellt hat… Der Sturm fegte da mit 325km/h über das Küstengebiet und zerstörte, was ihm in den Weg kam. Überall war man jetzt – drei Monate später – am beheben /wiederaufbauen. Von den sieben Campingplätzen an der 10km langen Bay waren drei offen, alle aber in der Bauphase. Es fehlt hier an Ressourcen, vor allem an Handwerkern. Auch auf unsrer Weiterreise fuhren wir die nächsten paar 100km durch Dörfer, in denen die meisten Hausdächer mit Blachen bedeckt waren, und durch Waldgebiete, in denen nur noch vereinzelt ein paar intakte Bäume aus den entwurzelten oder geknickten Bäumen herausragten.
Erstaunt hat uns die Gelassenheit, die das Volk hier hat: „Es ist eben Natur“, war der Tenor…
Mission Beach ist übrigens traumhaft – wunderschöner Strand – ABER: Baden verboten! Immer noch Stinger Saison. In der Tourist Info hier sahen wir dann auch zum ersten Mal eine der gefürchteten Würfelquallen (konserviert in einem Einmachglas ;-) ). Die Frau erklärte uns, was es mit den Biestern so auf sich hat:
die Qualle hat in der Tat eine Würfelform mit einer Seitenlänge von bis zu 15cm. Die ca. 1,5m langen Tentakel sind an den vier unteren Würfelecken angewachsen, je etwa 6 Stück. Mit diesen Tentakeln „schwaddert“ die Qualle durchs Wasser, und sobald die „Arme“ auf was organisches treffen, geben sie ihr tödliches Gift ab. Wenn ca. 1m der Haut eines Menschen mit einem Tentakel in Berührung kommt, ist dieser Mensch in 90 sek. tot (gemäss Frau Touri-Info reicht das, um eine letzte Zigarette zu drehen, nicht aber, um sie fertig zu rauchen  Aussie Humor *grins*). Wenn weniger als 1m eines Tentakels die Haut berühren, kann man das durchaus überleben, aber die Folgen begleiten das Opfer lebenslang.
Dann gibt’s noch die „herzigen“ Miniquallen, nur 1-2cm gross, nicht sichtbar im Wasser. Diese sind aber nicht schlimm  nach 3-5 Tagen Spitalaufenthalt und Antiserumkur ist das Ärgste überstanden.
Unter dem Aspekt verzichteten wir auf ein erfrischendes Bad im Meer…

Von Townsville aus machten wir einen Tagesausflug nach Magnetic Island. Auf der Insel gab es zwar eine Art ÖV, die einige Spots anfuhr, wir entschieden uns aber dann, einen Töff zu mieten, um auch an abgelegenere Orte zu gelangen. Es war sehr lustig, auf der 250er Trialmaschine auf der Insel rumzukurven und die vielen wunderschönen und einsamen Strände zu erkunden. Aber auch der 2-stündige Fussmarsch zum Fort, (höchster Punkt der Insel, vorgelagerte 2-Kanonen-Stellung aus dem WW ll) lohnte sich. Von hier aus sahen wir über die ganze Insel und rüber nach Townsville.

In Airlie Beach erkundigten wir uns als erstes nach einer Unterkunft (sprich Campingplatz). Uns wurde „Nomads“ empfohlen, er sei sehr günstig und sehr zentral. Wir checkten ein und stellten dann fest, dass wir hier auf einem Backpackerplatz gelandet waren – wir waren mit Abstand die Ältesten. ;-) Günstig war der Platz in der Tat, wir fragten uns dann aber schon, ob wir nach 3,5 Monaten schon so backpackermässig aussehen, dass man uns diesen Platz empfahl *hihi* .
Von Airlie Beach aus buchten wir zwei Tagesausflüge auf die Withsunday Islands. Es gab auch viele Angebote mit Übernachtungen an Bord eines Schiffes, aber wir trauten dem nicht so ganz, da das Meer recht wild war, und wir keine Lust hatten, dann den überteuerten Food auf dem Schiff postwendend dem Meer zurückzugeben. ;-)
Auf dem ersten Ausflug segelten wir auf einem 8m langen Segelschiff auf eine kleine Insel namens Black Island. War sehr interessant. Beim raussegeln kamen wir in eine Regenfront, hatten fast 70km/h Wind und somit seeeehr gute Fahrt. Wir waren nur einmal nass  nämlich vom Anfang bis zum Ende der Hinfahrt. Das Inselchen war „härzig“, mit Schnorcheln war dann nichts wegen dem aufgewühlten Wasser und den starken Gezeiten (irgendwie sei da laut Skip zurzeit Venus, Jupiter etc. im Spiel…). Die Rückfahrt war ebenfalls sehr turbulent. Unser Boot hatte teilweise eine Schräglage bis zu 40°. Fazit: ein unvergessliches Hochsee-Segelabenteuer.
Auf dem zweiten Ausflug besuchten wir als erstes Withehaven Beach. Amazing! Er gilt als schönster un d weissester Strand der Welt, und wir hatten das Glück, diesen bei Sonnenschein zu sehen. Vom Beach aus startete unser Wasserflugzeug zu einem 15-minütigen Rundflug. Auch das war absolut der Hit. Als unser Schnellboot dann nach Hook Island weiterfuhr, fings an zu regnen… Hook erkundeten wir mehrheitlich bei Regen, schnorcheln und Semi-U-Boot-Tour war wegen dem trüben Wasser „für’d Füchs“. Daydream, die letzte Insel, die wir besuchten, entpuppte sich als Schicki-Micki Ressort  nicht gerade unser Stil. Hier merkten wir: wir sind eben doch eher Backpacker. ;-)
Unsere Nachessen bereiteten wir jeweils in der Campkitchen auf dem Backpackerplatz zu. Es war sehr witzig, zusammen mit den Jungen zu kochen, essen und diskutieren. Da der Platz direkt an die Partymeile angrenzte, beschlossen wir, den Abend MIT dem „Bum-bum“ IN den Lokalen zu geniessen, anstelle zu versuchen, es zu ignorieren, um einschlafen zu können. Nach zwei Jugs Bier und fortgeschrittener Zeit wars jeweils mit Einschlafen kein Problem mehr *grins*.

Nun sitzen wir hier – in einem Bushcamp – direkt am Meer, ohne irgendwelchen Luxus (= kein Strom, keine Dusche/WC, und auch keine Leute). Natur pur, ein paar wilde Turkeys, Kakadus und Moskitos leisten uns Gesellschaft, das Holz fürs Fürabä-Füür ist schon gesammelt – über uns der Sternenhimmel…

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Tableland und North Queensland (Regenwald)

10. Mai 2011 um 13:46 Uhr

Auf unserer Reise Richtung Ostküste fuhren wir durchs Tableland. Dieses Gebiet trennt das Outback vom Meer, ist ein Hochplateau, so ähnlich wie der Jura. Mit jedem Kilometer, den wir fuhren, gewannen wir an Höhe, bald schon zeigte unser GPS 800m an. Na ja, dachten wir, irgendwann geht’s jetzt dann runter ans Meer. Nix da, es ging noch mehr obsi; bis sage und schreibe 1158m. Hier fielen uns wortwörtlich die Wolken auf den Kopf (zum Glück sind die weich *grins*). Bei garstigen 18°C und Nieselregen suchten wir hastig einen Platz zum übernachten. In Atherton fanden wir einen Stellplatz, inmitten des Regenwaldes, und da es mittlerweilen nicht mehr regnete, zwitscherten auch schon wieder 1000 Vögel ihre Abendlieder.

In Port Douglas besuchten wir als erstes das Rainforest Habitat Center, um uns mit Flora und Fauna der Gegend vertraut zu machen. Von Papageien über Kasuare (= so ne spezielle Vogelart, Grösse wie Emu, aber mit Helm auf Kopf, die es nur hier und auf Papua Neuguinea gibt, etwa noch 1000 Stück), Koalas, Echsen und Krökis konnten alle Tierarten aus nächster Nähe beobachtet werden. Von den zehn verschiedenen Känguruharten konnten wir einige sogar füttern und tätscheln. War echt herzig! :-D . Leider war unser Rucksack zu klein, um eines einzupacken, gerne hätten wir eines mit nachhause genommen… ;-)

Auf den ersten Blick wirkte Port Douglas auf uns ziemlich snobbig. Alles auf Wellness getrimmt  und schicki-micki-mässig. Bei einem Bummel durchs eigentlich kleine Städtchen liessen wir uns davon überzeugen phone 8582562535 , dass es eigentlich Charme hat. Vielleicht lag das aber auch daran, dass wir nun wieder „echtes Ferienwetter“ hatten –> 35°C, Sonne pur, tropische Nächte.
Must do in dieser Gegend: ein Ausflug ans Great Barrier Reef.  Wir buchten bei der Firma Quicksilver: diese fährt ans äussere (noch ziemlich intakte) Reef, und es ist der einzige Anbieter, der eine Plattform im Meer verankert hat. Von dieser Basis aus kann geschnorchelt werden, aber auch mit so einem Halb-U-Boot eine Rundfahrt gemacht werden. Der Ausflug war der Hammer!
Die Schifffahrt zur Basisi raus selbst war schon interessant. Wir fuhren durch einen Gewitterfront, entsprechend hoch war der Seegang (und der Kotztütenverschleiss). Küre und ich genossen den wilden Ritt aber. ;-)
Was wir dann aber am Reef aussen alles entdecken konnten, hat unsere Erwartungen dann aber übertroffen: Fische in allen Farben und Grössen, bunte Korallen und sogar Turtles. Great, dieses Barrier Reef!

Um ein echtes Regenwald-Feeling spüren zu können, fuhren wir zum Cape Tribulation. Beeindruckend! Vom Zeltplatz aus waren wir nach 50m durch den Regenwald an einem wunderschönen, ca. 4km langen Sandstrand, mit Kokospalmen und so à wie aus dem Bilderbuch. Die am Strand gefundenen Kokosnüsse konnten wir auf dem Camingplatz „knacken“ und dann geniessen. Herrlich!

Begeistert hat uns dann aber auch einen Nachtwanderung durch den Regenwald. Unser Guide hatte witzige Ideen, zum Beispiel alle Taschenlampen ausschalten und Maul halten. Nachdem sich die Augen an die wirklich dunkle Dunkelheit gewöhnt hatten, sah man fluoreszierende Pilz und Fire-Flies (ehrlich, wir haben nichts genommen!). Dank diesem Ausflug hat sich unserer Angst vor dem Regenwald (Schlangen, Spinnen und anderer böse Viecher) in Respekt und Faszination umgewandelt.  So handtellergrosse Spinnen finden wir zwar immer noch nicht den Oberknüller, aber man kann ja auch einfach mal die Augen zu machen.

Auf der Fahrt nach Cairns machten wir einen Abstecher nach Kuranda. Wir besuchten dort die Barron Falls -  endlich mal ein Wasserfall, der wirklich Wasser hatte. Insgesamt durchwanderten wir hier  10km interessante Themenpfade. Das  Städtchen selber ist aber voll der Touri-Kommerz  –> Märit-Center, vollgestopft mit Souvenirs (made in China) und anderem Ramsch.

Nun sind wir in Cairns, geniessen das herrliche Wetter, faulenzen ein bisschen und hecken Pläne aus, was wir in unserem letzten Monat „on Tour“ noch alles auf den “Gring“ stellen können. Uns kommen sicher noch ein paar geniale Sachen in den Sinn… ;-)

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Reise entlang des Arthesischen Beckens – da gibt’s Opal ;-)

1. Mai 2011 um 13:08 Uhr

Ach ja, zwei Tage nachdem wir Mintabie (Dave + Robyn) verlassen haben, haben die beiden in Ihrer Mine Opal gefunden – wir warten gespannt auf Ihre Bilder und drücken Ihnen weiterhin die Daumen.

Unser nächster Halt war Andamooka – dort waren wir ja auch bereits auf der ersten Reise. Wir waren sehr gespannt, ob uns nach drei Jahren noch jemand wiedererkennt. Zuerst fuhren wir zum Haus von Jürgen, der leider momentan aber nicht in Australien ist, wir trafen hier aber Uwe, seinen Freund an, der zu seinem Haus schaut. Bei Kaffee und Cookies erzählte er uns, was in der Zwischenzeit in Andamooka so alles passiert ist.
Das Opalgeschäft ist auch hier am särbeln. Alle hier spekulieren darauf, ihr Geld statt mit Opal, mit dem Verkauf der Liegenschaften und „Ländereien „ zu machen. Ganz in der Nähe liegt nämlich die boomende Mine „Olymic Dam“, die wem wohl gehört??? Richtig –> BHP Billiton, das drittgrösste Unternehmen der Welt (Platz 1 = Exxon Mobile, Platz 2 = Apple und erst auf Platz 7 Microsoft… ) . ;-)
Wenn der Plan der Andamookaner aufgeht, werden sie ihre Liegenschaften zum zehnfachen des ursprünglichen Wertes verkaufen können… Auch hier klagen alle über den hohen Dieselpreis, die Infrastrukturkosten sind somit höher als der Gewinn, den sie mit ihren Opalfunden erzielen können.
Übernachten wollten wir im lokalen Caravanpark. Mit Schrecken stellten wir fest, dass dieser geschlossen ist (er war nicht mehr rentabel). Margot von der Post half uns weiter und bot uns an, auf ihrem Parkplatz zu übernachten, mit Möglichkeit für Shower und Toilet-Benutzung. Das Bushtelefon hat scheinbar schon funktioniert, man wusste, dass die zwei Schweizer wieder im Ort sind. :-D

Wir statteten dann noch John einen Besuch ab (ebenfalls ein Bekannter unserer 1. Reise), und waren gerührt, darüber, wie er sich freute, dass wir ihn nicht vergessen haben. Mit Kroatischem Rhum feierten wir unser Wiedersehen.

Unsere Reise führte nun weiter durch die Flinders Ranges. Dieser Nationalpark zieht sich über mehrere 100km südwärts. Entsprechend oft hatten wir déjà-vu Erlebnisse… ;-) Unser Fazit: wir haben bereits bedeutend interessantere Nationalparks gesehen, aber die Zeit hier war trotzdem schön.

Von Broken Hill aus machten wir einen Abstecher nach Silverton. Dieses Dörfli war früher bekannt als Silberabbaugebiet, weltweiten Rum erhielt es aber als Filmkulisse, z.B. für Mad Max 2 oder Razorback. Vor dem Silverton Hotel stehen noch Relikte von Mad Max wiez.B. der schwarze Interceptor und im Hotel hängen haufenweise Souvenirs und Fotos aus den Zeiten der Filmaufnahmen.

In Whithe Cliffs drückte uns der Campingwart eine Hacke und ein Sieb in die Hände, mit der Aufforderung: “go fossiking“. Gesagt getan – gefunden haben wir aber nur „poor men Opal“, auch Potch genannt, völlig wertlos. Hier versucht man, die Touristen zu behalten, überallstehen Plakate, die „Friendly Opal Town“ ankündigen. Durch die Minenfelder führt ein ausgeschilderter Touristentrack, der gute Infos über Technik und Probleme der Miner liefert.

Auf unserer Strassenkarte sahen wir eine Abkürzung nach Lightning Ridge – unserem nächsten Ziel. Zwar Gravel-Road phone lookup , dafür 250km kürzer als über die Hauptstrasse. Also fuhren wir los, und waren plötzlich in einem riesigen Wald, und links und rechts sahen wir Erd- und Steinhügelchen, die uns verrieten, dass hier jemand nach was betsimmtem buddelt. Schwups, waren wir hier mitten in einem Opalgebiet, das überhaupt nicht bekannt ist –> Sheepyard. Im PUB „Sheepyard Inn“ erfuhren wir dann, dass das Abbaugebiet eigentlich zu Gravin gehöre, und hier Blackopal gefunden werde (bedeutend mehr und qualitative hochstehenderer als in Lightning Ridge). Blackopal ist der wertvollste Opal, was auch erklärt, weshalb hier trotz horrenden Treibstoffpreisen emsig nach den kostbaren Steinen gebuddelt wird.
Einen Platz zum Übernachten wurde uns hinter dem Pub angeboten – gratis! (gut – wir hatten uns im Pub auch ein-zwei Bierchen genehmigt *grins*). Wir hätten sogar duschen können, allerdings hätten wir dazu zuesrt den Holzofen in einem Blechhüttli anheizen müssen, und dann zusammen mit Spinnen, Mäusen, Fröschen etc. duschen müssen, eben Minercamp. Da es mittlerweilen schon seeeehr spät und schon seeehr dunkel war, verzichteten wir auf dieses Abenteuer :) .

Als wir dann in Lightning Ridge ankamen, besuchten wir als erstes das Visitor Center. Erste Frage des Fröleins dort: „ Habt ihr reserviert?“ Nööö, hatten wir natürlich nicht… Uhhh, dann sähe es schlecht aus für uns, L. R. sei total ausgebucht, wegen Ostern und Festival und so. Wir fuhren dann trotzdem zu einem Campingplatz und erhielten einen Platz für EINE Nacht.
Beim Seightseeing des Städtchens half uns dann eine sehr nette in einem Opalshop weiter – sie vermittelte uns spontan zwei weitere Nächte auf einem nieglnagelneuen Campingplatz. Das gab uns die Gelegenheit, den Osterfestivitäten von L.R. beizuwohnen. Das war wirklich seeeehr lustig. Goat-Race (= Ziegenrennen, aber die Ziegen sind verkleidete Menschen), Wheelie-Bin-Race (=Abfalltonnen-Wettrennen), „The Big Dig“ (= ne Art Opal-Buddel-Tomola) und weiter Jahrmarktattraktionen gehörten dazu – wir haben uns prächtig amüsiert! :-D
Mit einem entspannenden Bad im heissen arthesischen öffentlichen Pool (40°C) schlossen wir den Tag ab.

Unseren nächsten Stop machten wir in Koroit. Von hier an waren wir nun im Boulderopal-Gebiet. Die Steine hier haben eine ungeheure Leuchtkraft, es muss aber im Gegensatz zu den anderen Opalarten immer der Trägerstein dranbleiben.
Koroit findet man auf der Landkarte nicht, und auch wenn man schon dort ist, weiss man nicht, wo es ist. ;-) Als wir nach unseren Berechnungen am Ziel waren, trafen wir glücklicherweise auf ein entgegenkommendes Fahrzeug, das Erste nach über 80km. Der Fahrer klärte uns auf: „Ihr seid am Dorfeingang von Koroit“. „Und wo sind den die Minen?“ „Auf den nächsten 8km rechts und links der Strasse, irgendwo im Wald.“ Ach so, dachten wir. Wir fuhren dann durch ein Feldweglabyrinth ein bisschen durch die Gegend und waren wieder mal froh, das unser GPS die Gabe hat, den gefahrenen Track aufzuzeichen (wir wären sonst vielleicht heute noch dort *hihi*). Blöd war nur, dass nirgends eine Menschenseele in einem Minercamp anzutreffen war. Plötzlich sahen wir eine Staubwolke. Das bedeutet: es gibt Leben in der Gegend, jemand muss mit einem Fahrzeug unterwegs sein! Wir nahmen die Verfolgung auf und landeten so bei Gina und Ray, einem zwägen Miner-Ehepaar. Sie luden uns für den nächsten Morgen zum Kaffee ein und nahmen sich dann den ganzen Tag Zeit, um uns in die Geheimnisse der Boulderopae einzuweihen. Reich beladen mit Informationen und Steinen verliessen wir dann nach einem stärkenden Znüni bei Gina und Ray das Minerdörfli „Koroit“.

Nach diversen Zwischenstopps in weiteren Opalspots, z. B. Duck Creek, wo wir auf Don Murphy trafen (der als“ cranky old Bastard“ bezeichnet wird ;-) ), kamen wir dann nach Opalton.
Und auch hier wieder: ausgestorben. Wir suchten uns ein Plätzchen zum Übernachten, genossen ein Firabäbierli, da kam plötzlich eine ältere Dame in einem Pickup daher. „What do you do here?“ fragte sie, und so kamen wir ins Gespräch. Pat (Patricia), eben diese ältere Dame,, schätzungsweise 75jährig, führte uns am nächsten Tag durch Opalton, zeigte uns ihre Mine und liess mich (Thess) sogar über eine schmale Eisenleiter in den Underground klettern. Dankdem, dass es sehr dunkel war und ich so den Grund nicht sah, schaffte ich die 40 Sprossen locker, um in die Mine 15m unter dem Boden zu gelangen. Unten führt mich Jerry durch ein Tunnelllabyrinth, vorbei an kleinen Fledermäuschen, und er erklärte mir, in welchen Levels da welche Opalarten gefunden werden.
Später besuchten wir Mike, den anderen Büezer von Pat. Seine Frau Noella ist ein „Tausendsassa“. Eisenskulpturen, riesige Gemälde, und auf x-verschiedene Arten verarbeiteter Opal konnten wir bestaunen. Auch die Beiden gaben uns massenhaft Tipps zur Verarbeitung unserer Rohsteine.

Mittlerweilen sind wir „steinreich“, haben schätzungsweise 20kg Opalrohmaterial, und nun müssen wir uns Gedanken machen, wie wir das am besten nachhause bringen. ;-)

Wir sind nun unterwegs Richtung Ostküste, je nach Strassenverhältnissen landen wir denn in Cooktown oder Cairns. Einen Zwischenstopp machten wir in Winton –> ein richtiges Farmerstädtchen, mit vielen Pubs, auch bekannt als Geburtstätte des australischen Kultsongs „Waltzing Mathilda“ (heimliche Landeshymne der Aussies).
Nach vielen Übernachtungen im Bush sind wir nun wieder mal in der Zivilisation, in einem Städtchen namens Hughenden. Und hier ists jetz auch wieder herrlich warm: 30°C tagsüber – in der Nacht aber nur so um die 15°C. Wir erkundigten uns hier in Hughenden auch wegen den Strassenverhältnissen für unsere Weiterfahrt Richtung Nordosten. Alles ok, ehmmm, für 4WD jedenfalls schon, aber eben, das könne natürlich schnell ändern, wenns irgendwo in Queensland regnet…

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Alice Springs bis Coober Pedy

11. April 2011 um 13:51 Uhr

Auf dem Sunday Market in Alice plauderten wir mit einem Edelsteinfachmann, ihm zeigten wir die besten unserer Fundstücke.  Seine Beurteilung: very good Stuff. Er bot uns an, zwei unserer Zirkone für uns zu cutten à nun sind wir stolze Besitzer eines 1,5ct und 1ct Zirkons ;-) .

Wir brachten es kaum übers Herz, Alice zu verlassen. Dieses Städtchen hat’s uns angetan, und wir lernten hier auch ein ausgewandertes Schweizer Ehepaar kennen (Doris und Beat), das uns viele wertvolle Tipps und Infos rund um Australien mitgab. An dieser Stelle: Danke euch beiden nochmals herzlich für alles! J
Schlussendlich zogen wir aber dann weiter. Nach einer wilden Offroad-Tour, grösstenteils der Finke Desert Race Route entlang, trafen wir beim Chambers Pillar ein.
Anmerkung: Das Finke Desert Race ist wohl das grösste Crossrennen in Australien. 240km über Stock und Stein Michigan phones , wers in 4 Stunden nicht schafft ist disqualifiziert für den zweiten Teil zurück nach Alice.
Tausende von Fliegen begleiteten uns zum Fototermin „Sunset am Chambers Pillar“, und wie üblich, nachdem die Sonne weg war, begleiteten uns auf dem Rückmarsch zum Camp lieblich singende und blutrünstige Moskitos.
Nochwas zu Chambers Pillar: mit eines der Wahrzeichen Australiens, jedoch wegen der schlechten Zufahrt wenig besucht. Die 50 Meter aus der Sandebene herausragende gelbe Sandsteinsäule ist besonders im weichen Abendlicht wirklich „amazing“.

Nun peilten wir Lambina an. Gemäss Kartenmaterial sollten wir dazu nach km-X von der Hauptstrasse abzweigen. Tatsächlich war da ein Pfad, jedoch nirgends ein Schild, wohin dieser führt. Auch unserem Navi war diese Strasse nicht bekannt. Wir fuhren trotzdem los und fühlten uns vor wie Pfadfinder. Navigation per Kompass und XMV waren an den diversen Verzweigungen gefragt, und nach 54km Kletterpartien und Sandsurfen dann das Schild „Lambina Station“.
Ufffff, wir hattens knapp vor Sonnenuntergang geschafft.
Die Miningarea Seven Waterholes kam uns vor wie eine Geisterstadt. Etwa 30 Baracken, keine Menschenseele weit und breit, aber irgendwo ein Generator, der lärmte. Wir folgten dem Geräusch und trafen auf Leben ;-) . Der mürrische, verbitterte Miner knurrt:“Was macht ihr hier? Habt ihr ne Bewilligung um hier zu sein???“  Hatten wir nicht… da aber in so unwegsamem Gebiet fahren in der Nacht sehr gefährlich ist, schickte uns der Miner nicht zurück in die Wüste, und wir durften im Camp übernachten. Auflage: am nächsten Tag sofort Area verlassen!
Taten wir dann auch, aber erst nachedem wir dann noch ein bisschen in den Minen rumgeschnüffelt haben ;-) .
Hier trafen wir dann auch noch auf ein paar nette Miner, die uns ineressante Infos über ihre Arbeit in den Claims lieferten. Ein australischer Miner (Rarität) hat uns spontan zu einer Drilldemo eingeladen (Drill = Sondierbohrung, ca 20m tief, um zu checken, ob und  in welcher Tiefe Opal vorhanden ist).
Er zeigte uns dann auch die Privatpiste, die zurück zum Start Highway führt. Eine breite, komfortable Piste, die aber auf keiner Karte eingetragen ist…

Nächster Stopp war Mintabie, dort besuchten wir als erstes Robyn und Dave in ihrem Shop. Die Wiedersehensfreude war gross J . Später im Pub wurden wir erstaunlicherweise von anderen Mintabianern wiedererkannt und sofort mit den üblichen Fragen bombardiert. Es war sehr unterhaltsam zu erfahren, was seit unserem letzten Besuch vor drei Jahren so alles passiert ist.
Am Abend beim Znacht auf dem Campingplatz fuhr ein Auto auf unsere Nachbarsparzelle à es waren Joshua und Iliana (die israelischen Archäologen, die wir beim Zirkone suchen kennengelernt haben). Das Wiedersehen mit ihnen war spassig. Wir verbrachten den ganzen Abend mit ihnen im Pub und erfuhren 1000 interessante Sachen über Fossiking und ihre Arbeit als Archäologen.

Am nächsten Tag gingen wir Dave’s Mine besichtigen. Er ist auf seinem Claim nun recht nahe an einem möglichen Opal Fundort (Sandstein glitzert bereits à Zeichen für Silikat à Opal in der Nähe). Am Nachmittag fuhren wir mit Bruno (73j. Kroate) zu seinem Claim. Er arbeitet seit 33 Jahren alleine mit einem Bobcat, einem Bohrhammer und Handwerkzeug, baut so Tunnelsysteme, um so zu den wertvollen Steinen zu gelangen.
Am Abend wurden wir von Robyn und Dave mit einem feinen Znacht verwöhnt und wir verbrachten mit Ihnen einen wunderbaren Abend.

Viele Wege führen zum Opal, davon wollte uns am nächsten Tag Sam überzeugen. Er ist nach eigenen Angaben reich, braucht nicht den schnellen Gewinn, und kann somit unkonventionelle Wege zum Opal finden einschlagen. Im Gegensatz zu andern gräbt er in alten Minen. Seine Idee ist, dass unterhalb des ersten freigelegten Levels noch ein weiteres Opal-Level vorhanden sein muss (und somit ein Vermögen). Sam hat fünf nebeneinander liegende Claims –ein Claim = 50 x 100m. Zusammen mit seinem Partner gräbt er sich nun mit seinen Maschinen in die Tiefe. Vielleicht in einem Jahr ist er dann beim gewünschten Level  angelangt… Seine Kosten pro Tag in seiner Mine: 1‘000 Dollar (für Diesel und Unterhalt der Maschinen).  Auf seinem Claim durften wir dann noodeln gehen J . Anmerkung: noodeln = im Aushub nach Opalen buddeln.

Jeden 2. Samstag ist Dorf-Barbeque in Mintabie. Wir hatten Glück, waren zur richtigen Zeit da, und kamen so in den Genuss von Brunos Grillkünsten (Bruno ist der 73j. Miner, aber im Nebenjob Dorfallrounder.

Dann war Abschied nehmen angesagt. Wir fuhren zu Dave in die Mine und erfuhren dort, dass der Checker von Dave verpennt hat. Der Checker hat die Aufgabe, hinter dem Dozer herzulaufen, wenn dieser rippt (= mit einem riesigen Zahn den Felsboden aufreisst). Der Checker muss mit Adleraugen gucken, ob in den gelösten Steinen Opal zum Vorschein kommt. Küre kam so zu seinem ersten „Job“ in Australien, er ist nun ein Checker! ;-) .
Und vielleicht auch ein Glücksbringer? Die ersten winzigen Anzeichen von Opal, in Form von wertlosem Potch, wurden heute gefunden. Verheissungsvolles Zeichen…
@ Robyn: You know the Signs, crossing Fingers J

Nun sind wir in Coober Pedy, hier ists nicht mehr so warm, der Herbst hält Einzug, die Nächte werden kühl (oder saukalt ;-) ), die Fliegen und Moskitos beirrt dies kaum.
Coober Pedy besuchen wir nicht wegen den Opalen, sondern um unsere Vorräte wieder mal aufzustocken, Wäsche waschen und so. Ist hier voll der Kommerz, drum geht’s bald weiter nach Andamooka. Mal schauen, ob uns dort auch jemand wiedererkennt… 

Green Center (besser bekannt unter „Red Center“, aber aktuell nun halt wirklich green)

3. April 2011 um 08:10 Uhr

Abenteuerlustig stürzten wir uns in die East Mac Donnell Ranges. Da gemäss Touri-Info die N’Dhala Gorge für 4WD freigegeben wurde und unser Roudie (= unser Göppel) gerne zwischendurch „wilde Pisten“ fährt, war diese Schlucht unser erstes Ziel.
Nach 90 km kam die Abzweigung. Schon gings los: nach etwa 500m eine Bachdurchquerung (war aber eher schon ein Flüsschen), dann 20cm dicke Sandpiste, wieder eine Wasserdurchfahrt, und dann – das aus.
Wir standen wieder vor einem Flussbett, Küre watete durch, versank teilweise fast bis zu den Knien im weichen Sand. Da Roudie nicht gerade ein Leichtgewicht ist (3,5 Tonnen), und er weder eine Seilwinde noch einen Habegger hat, und scheinbar längere Zeit niemand mehr hier durchgefahren war (nirgends Radspuren), entschieden wir uns zum Abbruch. Wir stellten es uns nicht absolut spannend vor, unser Roudie im Fluss zu versenken und dann in der n’Dhala Gorge tagelang auf Hilfe zu warten.
Also: Plan B, mal nach Arltunga zu den alten Goldminen fahren, und dort ein bisschen rumschnöiggen. Vor mehr als 100 Jahren wurde da in total unwegsamem Gebiet Gold aus den Hügeln geholt. Die Höhlen waren zum Teil nur knapp ein Meter hoch, alles was die Miner innen abpickelten, trugen sie in Körben heraus. Wahnsinn, dieser Aufwand wurde betrieben, um schlussendlich etwa 60kg Gold zu finden. .. Scheinbar haben die Jungs damals sehr exakt gearbeitet und jedes Goldkörnchen eingepackt – wir fanden jedenfalls nur ein paar Steinchen mit ein bisschen Glitzer dran ;-) .
Weiter gings dann zum Cattlewaterpass. Auch hier aber nach kurzer Zeit das Ende. Fluss mit Sandbett, und hier kam noch dazu, dass die Böschung auf der anderen Seite des Flusses sehr steil war. Wieder siegte die Vernunft… (ist schon fast grausig, wie vernünftig wir sind! ;-) ).
Plan C war dann der Binns-Track, so kommen wir auch auf die Nordseite der Mac Donnells. Auch dieser Track war nicht ganz ohne, aber ein paar Herausforderungen müssen zwischendurch mal sein. Auf diesem Pfad  kamen wir an einem Zircon-Field vorbei. Wir hielten mal an, um ein paar Ironstones zu sammeln, da kam ein alter Mann zu uns, um uns seine eben gefundenen Schätze zu präsentieren. Hmmm, spannend – dachten wir – so ein paar echte Zirkone in unserer Steinsammlung würden sich sicher  nicht schlecht machen, und wir suchten mit Adleraugen den Boden ab.  Später gesellte sich ein israelischer Ärchologe zu uns. Nun suchten wir um die Wette. Alle fanden interessante Objekte, die jeweils  gegenseitig gespienzelt wurden. Unsere Funde reichen aber bei weitem nicht für eine vorzeitige Pensionierung.
Nach drei interessanten Tagen im Busch sind wir wieder in Alice Springs. Wir planen nun  die Weiterreise , Schwerpunkt für die nächste Zeit wird das Thema Opal sein…
Ps. In den Opalspots hat die Technik noch kaum Einzug gefunden (zum Teil nur etwa 10 Einwohner). Mal sehen, wann wir das nächste Update publizieren können.

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Von Broome nach Alice Springs

29. März 2011 um 01:55 Uhr

 Die Zeit in Broome verbrachten wir 1. mit dem obligaten Seightseeing,  2. Alternativen suchen für unsere Weiterreise und 3.  am traumhaften Cable Beach „plegärä“.

Bemerkung zu 1.:
Wir waren dann doch ein bisschen überrascht. Eigentlich erwarteten wir in Broome städtische Verhältnisse. Broome ist aber echt klein. Die meisten Attraktionen, die es hier zu sehen gibt, sind Gezeiten- und Mondabhängig. „Stairecase to the Moon“ gibt’s bei Ebbe plus Vollmond, Dinospuren in den Felsen bei Ebbe und drei Tage vor oder 4 Tage nach Vollmond. Wir waren also etwa eine Woche zu früh da.
Immerhin hatten wir Glück -> samstags gibt’s Märit. Der war umwerfend riesig ;-) . Ca. 30 Stände, die Hälfte mit Food und Drinks, der Rest bis auf ein paar Perlenschmuckverkäufer so selbstgebasteltes Zeugs.

Bemerkung zu 2.:
Wir konnten die Landkarte drehen und wenden wie wir wollten – es gab nur eine Alternative zur uns empfohlenen Route Nullarbor (-> für uns ist Nullarbor worst case!).
Wir versuchten, per Internet und ausquetschen des Personals im Visitorcenters herauszukriegen, ob unsere Idee, über die Great Central Road nach Alice Springs zu kommen, möglich sei.
Hmmmm…… Abschnitte der Strecke gemäss Internet  „ closed“ wegen Überschwemmung. Und scheinbar ist nun auch um Alice Springs herum alles geflutet. Echt blöd!
Gemäss Satellitenbilder müssten aber die Regenfälle im Red Center vorbei sein, und so entschlossen wir uns, es über die Great Central zu versuchen.
Ach ja, die Kimberlys werden wir definitiv nicht besuchen, die nächsten heftigen Regenfälle für diese Gebiet werden bereits angekündigt…

Bemerkung zu 3. :
Stellt euch das mal vor -> 15km feiner weisser Sandstrand, türkisblaues klares Meer, strahlend schönes Wetter, und dann Warnschilder: no swimming! Grund: bis Ende April tummeln sich hier die putzigen  Stingers (=böse Quallen) im Wasser rum.

Die weitern paar Tage waren nun Kilometer abspulen angesagt. Erstes Etappenziel war Port Hedland -> kannten wir ja schon. Highlight hier war aber dann „Stairecase to the Moon“ – wir waren genau zum richtigen Zeitpunkt da (Vollmond und Ebbe).  Amazing!

Nächster Stopp war Newman, wiederum eine erst etwa 1960 entstandene Retortenstadt, 98% der Bevölkerung sind Miner, das bedeutet, die arbeiten für die grösste Eisenerzminengesellschaft der Welt, BHP Billiton.

Am nächsten Tag nahmen wir an einer Führung in der Mine teil. Für die 20 AUD/Pers. Eher mickerig: wir wurden mit Unmengen von Zahlen bombardiert, und das in einem breiten Aussie-Slang. Zum Glück gabs nach der Führung noch eine Broschüre. Auf der Weiterfahrt nach Meekatharra konnten wir so die wichtigsten Zahlen repetieren – z.B. das die Hauptmine 7,5km lang und 1,5 km breit ist, dass ein Lastwagen 203 Tonnen Eisenerz laden kann, und dass ein Rad eines solchen Lasters eine Durchmesser von knapp 3,5m hat. Gigantisch…

In Meekatharra erkundigten wir uns, ob nun die Road von Laverton nach Yulara offen sei. Man war sich nicht so sicher- gewisse Strecken seien nun  ok, aber teilweise sei sie wahrscheinlich noch geschlossen.  Man riet uns, in Laverton nochmals zu fragen. Wir googelten dann selber mal ein bisschen rum, die Road Conditions gaben uns dann aber auch keine besseren Erkenntnisse. Deshalb beschlossen wir, mal nach Leonora zu fahren, das liegt näher am Startpunkt. Von da an hätten wir dann immer noch die Möglichkeit unsere worst case Route via Kalgoorlie-Nullarbor nach Alice Springs zu fahren (wenn überhaupt Alice nun noch erreichbar ist).

In Leonora dann endlich mal good News -> die Great Central sei nun „open for all Vehicles“.
120km weiter, in Laverton (Startpunkt zur „Wüstendurchquerung“) hiess es dann aber wieder:  offen nur für high clearance 4WD (das sind hochbeinige Gefährte).
Für uns mit unsere Roudie also möglich. Das liessen wir uns nicht 2x sagen, und los gings.

Die ersten Potholes (= Wasser-/Schlammlöcher) liessen nicht lange auf sich warten. Küre war nun voll in seinem Element und steuerte Roudie gekonnt durch die zum Teil riiiiesigen Glunggen. Zwischendurch gabs dann weichsandige Passagen oder holprige Steinpfade. Insgesamt ein wilder Ritt durch die Wüste, Roudie war am Abend sowohl aussen als auch innen echt dreckig (aussen verspritzt und innen gesandet).

Auf der ganzen Strecke wurde uns nie langweilig, es war sehr abwechslungsreich. Bei den Fahrpausen suchten wir nach Gold. Der Pionier Lasseter hat hier vor fast 100 Jahren eine riesige Goldader gefunden. Als er nach der ersten Expedition zurückkam, um das Gold zu holen, fand er’s nicht mehr, und er verdurstete bei seiner Suche. Leider fanden wir aber nirgends Goldnuggets, nicht mal ein Goldkörnchen ;-) .

Am zweiten Abend, beim wildcampen, erhielten wir Besuch von zwei Dingos. In sicherem Abstand von etwa 2 Metern umkreisten sie unser Camp. Wir genossen den Abend unter dem unglaublich sternenreichen Himmelszelt an unserem Lagerfeuer.

Auf der Weiterfahrt nach Yulara sahen wir viele wilde Camels, und wir amüsierten uns prächtig ab diesen Tieren. Sobald man bremst, bleiben sie stehen und glotzen einen an. Echt fotogene Typen!

In Yulara statten wir den Kata Tjutas einen Besuch ab, und danach genossen wir den Sonnenuntergang am Uluru. Wunderschön!

Nun sind wir in Alice Springs. Wir waren im Tourist Information Center, um uns zu erkundigen, ob unsere geplanten Touren möglich sind.
Ihr ahnt es sicher schon -> sozusagen alle für uns  interessanten Spots sind für die nächste Zeit „closed“…

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Von Carnarvon nach Broome

18. März 2011 um 14:38 Uhr

Hauptattraktion in Carnarvon sind die speziellen, kleinen, superfeinen Bananen. Logisch, das wir uns so ne Plantage anschauen gehen wollten. Auf der Zufahrt zu den „Bananenwäldern“ sahen wir dann die Schäden, die ein Cyclone Weinachten 2010 hier angerichtet hat. Einige Plantagen wurden hier regelrecht weggeschwemmt, und statt Strassen klafften metertiefe Gräben…
Heute gabs nirgends eine Plantagenführung à leider hat das die nette Dame von der Touristinformation nicht gewusst – sie schickt uns die etwa 20km raus in  den Busch. ;-)

Wir fuhren dann im gestreckten Galopp nach Coral Bay. Das Dörfli entpuppte sich als sehr übersichtlich. Bei den Campsites konnten wir uns zwischen „Camp 1“ und „Camp 2“ entscheiden. Wir entschieden uns für die 2, et voilà, es  war preismässig voll die Luxusvariante (44$/Nacht, normalerweise bezahlen wir um die 32$ für vergleichbare Plätze).  Hier hatten wir aber Seaview, es war wirklich schön, und auch unsere Nachbaren hier waren cool.
Die Zeit in Coral Bay verbrachten wir mit schnorcheln im grandiosen Riff, etwa 50m von unserem Campingplatz entfernt, dann relaxen, wieder schnorcheln gehen, relaxen, etc….

Auch einer gecharteten Tour fuhr wir dann noch raus zum „grossen“ Ningaloo Reef, per Glasbodenboot. Was wir da zu sehen bekamen war für uns schlichtweg überwältigend. Zwischendurch gabs Schnorchelstopps, wir sahen sogar Turtles.

Die vielgerühmten Strände südlich von Exmouth waren nach Coral Bay fast enttäuschend. Die Riffs in Strandnähe waren ziemlich kaputt, Fische gabs nur vereinzelt. Infolgen starker Strömungen war Schnorcheln hier nicht ganz ungefährlich, also verliessen wir Turquoise Bay nach 2 Std. wieder. Exmouth selber: versucht krampfhaft „Highsociety“ anzuziehen, am Stadtrand sind immense Überbauungen im Gang. Wir fragen uns aber: wer ist das Zielpublikum…?

Um zum nächsten Ziel – Karijini Nationalpark – zu gelangen, mussten wir knapp 600km „abspulen“. Die dersten 350km waren voll boooring (=extrem langweilig ;-) ).  Mit 100km/h preschten wir über die Landstrasse,  ein Blick zum Fenster hinaus zeigte uns Bush, Bush, Bush, und zur Abwechslung: wieder Bush. Dann wurde es besser!  Nach einem recht hohen Crest (= Dünenhügel) konnten wir uns nun ab Bergen in Form von Steinhaufen, Mini-Ayers Rock bis hin zu massiven Erzgebirgen erfreuen. Die ganze Gegend leuchtete im starken Sonnenlicht dunkelrot bis schwarz (es war hier über 40 Grad!). Fantastisch!
Ausgangspunkt zum Karijini NP ist Tom Price, eine typische Minerstadt, erst 1962 aus dem Boden gestampft worden. Die ganze Stadt ist mit einer rostroten Staubschicht überzogen. Alles riecht hier nach Eisen. Tom Price ist eines der Hauptzentren vom Eisenabbaugebiet von Westaustralien. Leider konnten wir aber nicht an einer Minentour teilnehmen – zuwenig Interessenten. Also machten wir uns auf zum NP.
Hamersley Gorge: wirklich schön, der Pool in der Schlucht war herrlich zum Baden, Wasser schätzungsweise 28 Grad warm.
Dales Gorge: interessantes Schluchtenlabyrinth, recht weitläufig mit steilen ab- und aufstiegen. Hier rochen die Pools zum Teil nicht gerade vorteilshaft (moder, Baldrian und so ähnlich). Anscheinend störten sich aber die 1000en von Fliegen, welche uns auf unserer Wanderung begleiteten, nicht daran. Küre genoss zum Abschluss ein Bad im Circular Pool, der war zwar nur noch so um die 20°C, Luft immer noch um 38°C =für mich zuuuu erfrischend… ;-) .

Je weiter nördlich wir kamen, umso öfter hörten wir nun Gerüchte, dass ab Broome ALLE Strassen zur Weiterfahrt gesperrt seien. Man sprach nicht von Tagen, sondern von Wochen… Niemand wusste aber genaues, wir vermuteten, dass dies absolut dramatisiert wurde und fuhren weiter – nordwärts – nächstes Ziel war Port Hedland.  Das erste, was wir hier in dieser Stadt sahen, war ein extreeeeeem lander Zug. Fasziniert zählten wir die Wagen und Looks. Es waren etwa 350 Wagons und 6 Loks, wir schätzen die Komposition auf knapp 4km…Wahnsinn!
Im Visitorcenter erfuhren wir dann, dass sogar Eisenbahnen bis zu 7,3km lang unterwegs sind, die Iron Ore (Eisenrohstoff) von Newman nach Port Hedland transportieren. In der Stadt selber waren fast alle Leute (ausser Aboriginals) gleich gekleidet: dunkelblaue Hose und leuchtorangefarbener Kittel mit zwei Reflektorstreifen, scheinbar arbeiten hier alle in irgendeiner Weise für BHP Billiton.  Diese Kompanie ist zuständig für den Abbau und Transport des kostbaren Rohstoffs.

Nächster Stopp war der Eigthy Mile Beach. Obwohl es ziemlich stark bewölkt war, spürten wir hier am wirklich wunderschönen Strand das tropische Klima… auch beim gemütlichen Strandspaziergang und Muscheln suchen floss uns der Schweiss aus allen Poren. Da kein Mensch am Baden war und das Wasser sehr trüb war, liessen wir ein Bad im Meer sein – gar nicht so schlechte Idee. Ein Fischer, der etwas später am Strand auftauchte, erzählte uns, dass es hier von Haien nur so wimmelt. Kurze Zeit später hatte er – zum Beweis – einen Flatnose-Shark (harmlos) an der Angel.

Auf der Weiterreise nach Broome machten wir beim Sandfire Roadhouse stopp. Bei den x100km langen Strecken in Australien ist es üblich, bei den Roadhouses anzuhalten. Entweder um zu tanken, oder ein kühles nichtalkoholisches Getränk zu konsumieren, und sich mit anderen Reisenden auszutauschen. Beim Sandfire Roadhouse trafen wir zwei Reiseleiter von Broome, die im Süden Touris abholen wollten. Sie erklärten uns, dass Broome definitiv unsere letzte Station im Norden sei. Alles zu Richtung Westen! Überflutet, wie letztmals vor 30 Jahren, Brücken über den Fitzeroy-Rivere weg, es gibt KEINE Möglichkeit, um weiterzukommen. Auch sie sprechen von mehreren Wochen, bis die Strecke wieder passierbar ist.
Hmmmmm – wir stecken also in einer Sackgasse… ok, aber Broome wollen wir sehen.
Beim plaudern mit den beiden Männern wurden wir regelrecht von Mücken angegriffen (eine Folge der aussergewöhnlichen Wetterlage). Mittlerweilen habe ich mehr als 100 Mückenstiche, Küre reagiert zum Glück nicht so empfindlich. Das blöde ist hier, dass die Viecher das Ross River Virus übertragen können… hoffen wir, dass uns nur „saubere Biester“ gestochen haben. ;-)

In Broome selber sahen wirs dann mit eigenen Augen auf der grossen Tafel: Road Conditions für die Weiterfahrt: alles CLOSED.
Auch der nette Herr bei der Touristinformation konnte uns keine besseren News geben. Die nächsten 3 Wochen keine Möglichkeit, nach Westen zu kommen… das ganze Gebiet geflutet, Brücken weg. Seine Empfehlung: fahrt runter nach Perth und geht über den Nullarbor.

Schock! Das sind etwa 3000 km Umweg. Nun heisst es erstmal studieren. Guter Rat ist teuer… fast so teuer wie das Bier hier! J

Von Perth nach Carnarvon

8. März 2011 um 14:59 Uhr

Auflösung der Quizfrage: eine Autotüre, wenn’s heiss wird, kann man die Scheibe runter kurbeln…
*totlach*

Unser erster Tag Richtung Norden war erlebnisreich… Um die Mittagszeit setzte ich im wahrsten Sinne des Wortes unser Buschtaxi in den Sand – ich hab ne Düne unterschätzt ;-) . Nach einer Viertelstunde (schaufeln und so) konnten wir unsere Fahrt fortsetzen. Küre sass nun am Steuer, uns so kamen wir nun fehlerfrei bis nach Cervantes. Jetzt war ein Bad im wunderschönen türkisblauen Meer angesagt. Nach ein paar Sekunden sprintete ich aus dem Wasser – irgendwas hat mich gestochen. Küre meinte, er sehe keine Quallen, also ging ich wieder rein.  Zwei Minuten später war ich wieder draussen und hatte rote Striche mit Blasen auf der Haut. Ein Einheimischer erklärte uns dann, dass sei von den Tentakeln von Quallen, die weiter draussen seien, diese würden von den Schiffsschrauben abgehackt und an Land geschwemmt.

Am nächsten Tag mussten wir neue Campingstühle kaufen gehen. Nach nicht mal zwei Wochen haben wir unsere „Aldimodelle“ bereits geschrottet. Weiter auf dem Programm stand ein Besuch der Hutt River Provinz. Ein australischer Bauer hat vor 40 Jahren diesen Staat gegründet, da er mit der australischen Regierung nicht klar kam. Auf dem eigenen  Postamt wurden wir von der Fürstin Shirley (ca. 80 jährig) bedient, sie leckte die Marken ab, die sie auf unsere Postkarten klebt. Hutt River ist von Commonwealth akzeptiert – hat sogar eigene Banknoten… In der Provinz leben nur Familienangehörige, insgesamt etwa 50 Personen.

In Kalbarri besuchten wir die „must see“-Spots im National Park. Da es aber in den letzten Tagen im Landesinneren ziemlich geregnet hat, konnten wir nur ein paar der Spots „bewandern“.  Der Murchinson River schlängelte sich in Form einer breiten braunen Brühe bis ins Meer und hatte einen Affenzahn drauf. Normalerweise zeigt sich der River als romantisches, blaues Flüsschen…
Temperaturen: nach wie vor um die 38° C, in der Nacht kühlts ein bisschen ab, so auf 26°C. Das gibt Durst!!! Den Samstag Abend verbrachten wir deshalb im Pub von Kalbarri, mit Livemusik, witzigerweise dieselbe Bluesband, die wir schon in Freeo (Freemantle) hörten.

Nach einigen 100 Kilometren mit ein paar Roadhouse-Stops kamen wir in der Shark Bay an. Ausser zwei Höschen, 10‘000 Vögeln  und mehreren Millionen Fliegen sahen wir im Francois Peron National Park leider keine Tiere. Die Fahrt durch den Park selber war aber geil – etwa 70 km Sandpist (Küre ist gefahren, ist also nix passiert J ).

Next Stop war  Monkey Mia – Delphine gucken war angesagt. War eindrücklich, diese Tiere mal so nahe zu sehen. Zwei mal morgens werden vier der etwa  15 Dolphins mit einem leckeren 1,5kg schweren Fisch gefüttert. Die Meeressäuger leben da im offenen Meer und kommen öfters mal am Strand vorbei und machen „Seightseeing“, vorbei an den hundert Touristen, die entzückt am Ufer stehen.
Nachdem die Show vorbei war, besuchten wir eine Perlenfarm, die spezialisiert auf Black Pearls ist. Die Kügelchen waren zwar schön, aber schweineteuer (für das Geld kaufen wir uns dann lieber ein paar Opale J ).
Auf der Weiterfahrt Richtung Carnarvon schauten wir bei etwa 40° C noch im Eagle Bluff vorbei – das ist eine grosse Bucht. Wir hatten Glück und sahen in der Tat einen Shark! Das Tier sah hungrig aus, deshalb liessen wir ein erfrischendes Bad im Meer aus…

Nun sind wir auf einem Campingplatz in Carnarvon, wo gemäss anderen Touristen So eine Art Phytons rumkurven, und im Showerblock (Dusche/WC) hat es Foxis (= Fledermäuse). Wird sicher lustig *hihi*.

Perth – Part 2

1. März 2011 um 08:33 Uhr

Die Fahrt von Albany zurück nach Perth war nicht sonderlich spektakulär.  Einziges Highlight unterwegs war ein überdimensionaler Wollwagen,  der einem Dörfchen namens „ichweissnichtmehrwieeshiess“  vom Rotaryclub gespendet wurde.
In Freemantle machten wir einen Stop, um für Küre einen Känguru-Hut zu kaufen, und da es hier oben seeeehr heiss war (um die 40 Grad),  gönnten wir uns in einem Pub in Freeo ein kühles Bierchen. War cool – in dem Schuppen spielten zwei ältere Herren  Blues.

Gegen Abend truddelten wir wieder bei Ebbes ein,  genosssen ein Barbie und plauderten bis nach Mitternacht (und es war immer noch 30 Grad warm!)
Ein Besuch im legendären Hillary, Perth by Night, in Perth rumschnöiggen, mit unserem Buschtaxi nochmals zurück zum Vermieter, um neue Stossdämpfer einbauen zu lassen, die Hitze geniessen, eine Reise durchs Swan Valley, alles bei Temperaturen  von tagsüber um die 38 Grad, nachts jeweils so knapp 30 – so verbrachten wir die nächsten Tage mit Ebbes.

Gestern fegte ein Tornado etwa 15km neben Heathridge (das ist das Quartier, in dem wir jetzt bei Ebbes wohnen) vorbei.
Bilanz: tausende umgestürzte Bäume und jene Häuser, die nun keine Dächer mehr haben, und Strom haben die Leute dort seit gestern keinen mehr. Ist noch blöd, bei den Temperaturen…

Nun sind wir am zusammenpacken, morgen wollen wir weiter Richtung Norden.
So wie es zurzeit aber aussieht, werden wir nicht wie geplant die Gibb River Road fahren können, und auch viele weitere geplante Strecken sind momentan nicht passierbar.
Aber irgendwie kommen wir dann schon von Westen nach Osten.

Ach ja, an dieser Stelle eine Quizfrage:
Was würdet ihr mit in die Wüste nehmen, wenn ihr nur EINE Sache mitnehmen könnt?
Schreibt eure Antworten unten in diesem Text in den “ Kommentar“  oder ins Gästebuch.  Auslösung gibt’s beim nächsten Mal, wenn wir wieder online sind. ;-)

Südkurve 20. – 26. Februar

25. Februar 2011 um 12:19 Uhr

Am Sonntag, 20. Februar fuhren wir los Richtung Süden. Nach einem Zwischenstopp in Harvey (feiner Muscat-Wein) schlugen wir unser erstes Camp in Yallingup auf. Sunset war wunderschön!
Am nächsten Tag klapperten wir die Weingüter im Margaret River Gebiet ab à sündhaft teuer!
Kaum eine Flasche Rotwein war unter 20AUD zu haben, Preise um 40Aud pro Flasche waren an der Tagesordnung. Leider stimmte die Qualität nach x Degustationen dann doch nicht mit dem Preis überein. Schlussendlich kauften wir in einem Bottle-Shop einen „billigen“ 12 Dollar Wein aus der Gegend, von einem Weingut das es leider noch nicht in die „High Class“ von Margaret River geschafft hat.  Aber : dieser Wein war wirklich fein! Fazit: Gutes muss nicht immer teuer sein.
Nun sind wir an der Harmelin Bay gelandet, wo wir in der Campkitchen ein feines Lämmli gegrillt haben und dabei mit andern Campern Erfahrungen austauschen konnten.  Wir hören das Meer rauschen, und über uns leuchten tausend Sterne, dazu ein kühles Emu Bitter… was wollen wir mehr?

Am nächsten Tag war Karri-Wälder angucken angesagt. Dieses Abenteuer startet man am besten von Pemperton  aus.
Karri-Wälder = Wälder mit bis zu 80m hohenEukalyptus-Bäumen – eine spezielle Art, die nur hier wächst. An diversen Orten kann man auf so einen Baum raufklettern. Im Abstand von gut 40cm haben die Förster spiralförmig um den Baum herum dicke lange Eisennägel in den Baum gehauen, dient als Leiter… Küre wagte es bis auf die erste Plattform in 20m Höhe, ich guckte mir das Ganze von unten aus an, so von wegen Höhenangst und so ;-) .

Wir fuhren dann x-km auf dem Forest Explorer Track und sahen viele viele viele Karri-Bäume. Danach sahen wir weiter noch viel mehr Bäume, es war bäumig.
Nach einer Nacht in einem Bushcampfuhren wir weiter Richtung Walpole, einem schnüsigen Holzfällerdörfchen. Von da aus gingen wir uns die wuchtigen Giant Tingle Trees anschauen – diese Eukalyptusart hat locker einen Durchmesser von 5m oder mehr! Weiter gings zum Tree Top Walk. Eine 600m lange Rampe steigt vom Valley oft he Giants auf und ermöglicht einen Spaziergang in 40m Höhe durch die Kronen der Mammutbäume. Der Ausblich war atemberaubend.

Wir hatten aber jetzt gesamthaft gesehen genug Bäume und Wälder gesehen und fuhren deshalb mal wieder Richtung Meer. Greens Pool und die Elephant Rocks, beides Gneis-Felsformationen die aus dem Arktischen Meer gucken – schön.

Am nächsten Tag fuhren wir nach Albany, Shoppen war angesagt. Must see in Albany: The Gap und the natural Bridge, beides weitere Felsformationen im Meer. Den Weg zu den Blowholes konnten wir uns sparen: die Wellen kamen von der falschen Seite und daher war nix mit blow (schade ;-) ).
Übernachtet haben wir auf einem Free-Camp am Cablebeach. War romantisch und sehr windig, nach wie vor zu kühl zum Baden.

Heute schauten wir uns Albany vom Mount Melville (Hügel in der City) aus an. Wunderschön integriert in der Küste, keine Hochhäuser (max. 2 Etagen), idyllisch gelegen – gefällt uns.
Danach gings zu Bunings, einem Maxi-Doityourself-Laden. Ziel: wir brauchten eine Konsole in unserem Auto, vorne über den Sonnenblenden –Workshop war angesagt.
Danach fuhren wir an den Emu Beach, um noch ein wenig abzuhangen, mit Baden war aber nach wie vor nix – zu kalt und windy.

Bilder zum Bericht wie immer im Photoalbum…

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Perth

um 12:18 Uhr

Nach einem relativ turbulenten, 12 stündigen Flug kamen wir pünktlich in Perth an. Nach dem x-ten Mal bestätigen,  dass wir keine gefährlichen Güter mitführen und einer Rucksackkontrolle states area phone code , konnten wir endlich Hedwig und Torben begrüssen, die schon lange auf uns gewartet haben.
Die nächsten Tage verbrachten wir nun im „Hotel Ebbe“.
Auto abholen, Seigthseeing in Perth, Freemantle und jede Menge Plauderstunden waren angesagt.
Wir konnten uns in aller Ruhe auf den australischen Lebensstil einstimmen und uns auf unsere bevorstehenden 3 ½  monatige Reise einstimmen.
Bei unserer Ankunft am Abend in Perth war es schwüle 34 Grad, gegen Osten standen böse Gewitterwolken am Himmel (trotzdem keinen Tropfen Regen in Perth). Auch die nächsten Tage waren über 30 Grad, der Cyclon Diana im Norden wird wohl auch nicht die ersehnten Niederschläge bringen…

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Dubai – 2. Teil

um 12:16 Uhr

Mit dem Ausflug auf den Burj Khalifa wurde es nichts, bis Freitag ausgebucht (und heute war Dienstag). Wir hätten noch spezielle Tickets gekriegt für 400AED (umgerechnet ca. CHF 100.-). Das war uns aber zu viel, normalerweise kostet der Eintritt 100AED.
Irgendwie muss ja der ganze Wahnsinn schon finanziert werden, wir fanden aber, dass wir nicht den „Hauptteil“ daran zahlen müssen… ;)
Am Nachmittag nahmen wir an einem organisierten Ausflug teil und bekamen weitere Hintergrundinfos zu Dubai.
Auf dem legendären Gold-Souk hätten wir die Gelegenheit gehabt, jede Menge Rolex und andere Edeluhren zu kaufen. Wir fragten die Händler jeweils, ob sie auch M-Budget Uhren haben. Keiner verstand uns, aber wir stellten erfreut fest, dass sie danach jeweils ihre Kollegen fragten, ob sie M-Budget Uhren kennen.
Gegen Mitternacht vom 15. Februar wurden wir vom Hotel zum Flughafen Dubai transferiert.
Unser Flug startete planmässig gegen 03:00. Die Wartezeit verbrachten wir in der riesigen Duty Free Zone (Dubai ist eh zollfrei).

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