Alice Springs bis Coober Pedy

Auf dem Sunday Market in Alice plauderten wir mit einem Edelsteinfachmann, ihm zeigten wir die besten unserer Fundstücke.  Seine Beurteilung: very good Stuff. Er bot uns an, zwei unserer Zirkone für uns zu cutten à nun sind wir stolze Besitzer eines 1,5ct und 1ct Zirkons ;-) .

Wir brachten es kaum übers Herz, Alice zu verlassen. Dieses Städtchen hat’s uns angetan, und wir lernten hier auch ein ausgewandertes Schweizer Ehepaar kennen (Doris und Beat), das uns viele wertvolle Tipps und Infos rund um Australien mitgab. An dieser Stelle: Danke euch beiden nochmals herzlich für alles! J
Schlussendlich zogen wir aber dann weiter. Nach einer wilden Offroad-Tour, grösstenteils der Finke Desert Race Route entlang, trafen wir beim Chambers Pillar ein.
Anmerkung: Das Finke Desert Race ist wohl das grösste Crossrennen in Australien. 240km über Stock und Stein Michigan phones , wers in 4 Stunden nicht schafft ist disqualifiziert für den zweiten Teil zurück nach Alice.
Tausende von Fliegen begleiteten uns zum Fototermin „Sunset am Chambers Pillar“, und wie üblich, nachdem die Sonne weg war, begleiteten uns auf dem Rückmarsch zum Camp lieblich singende und blutrünstige Moskitos.
Nochwas zu Chambers Pillar: mit eines der Wahrzeichen Australiens, jedoch wegen der schlechten Zufahrt wenig besucht. Die 50 Meter aus der Sandebene herausragende gelbe Sandsteinsäule ist besonders im weichen Abendlicht wirklich „amazing“.

Nun peilten wir Lambina an. Gemäss Kartenmaterial sollten wir dazu nach km-X von der Hauptstrasse abzweigen. Tatsächlich war da ein Pfad, jedoch nirgends ein Schild, wohin dieser führt. Auch unserem Navi war diese Strasse nicht bekannt. Wir fuhren trotzdem los und fühlten uns vor wie Pfadfinder. Navigation per Kompass und XMV waren an den diversen Verzweigungen gefragt, und nach 54km Kletterpartien und Sandsurfen dann das Schild „Lambina Station“.
Ufffff, wir hattens knapp vor Sonnenuntergang geschafft.
Die Miningarea Seven Waterholes kam uns vor wie eine Geisterstadt. Etwa 30 Baracken, keine Menschenseele weit und breit, aber irgendwo ein Generator, der lärmte. Wir folgten dem Geräusch und trafen auf Leben ;-) . Der mürrische, verbitterte Miner knurrt:“Was macht ihr hier? Habt ihr ne Bewilligung um hier zu sein???“  Hatten wir nicht… da aber in so unwegsamem Gebiet fahren in der Nacht sehr gefährlich ist, schickte uns der Miner nicht zurück in die Wüste, und wir durften im Camp übernachten. Auflage: am nächsten Tag sofort Area verlassen!
Taten wir dann auch, aber erst nachedem wir dann noch ein bisschen in den Minen rumgeschnüffelt haben ;-) .
Hier trafen wir dann auch noch auf ein paar nette Miner, die uns ineressante Infos über ihre Arbeit in den Claims lieferten. Ein australischer Miner (Rarität) hat uns spontan zu einer Drilldemo eingeladen (Drill = Sondierbohrung, ca 20m tief, um zu checken, ob und  in welcher Tiefe Opal vorhanden ist).
Er zeigte uns dann auch die Privatpiste, die zurück zum Start Highway führt. Eine breite, komfortable Piste, die aber auf keiner Karte eingetragen ist…

Nächster Stopp war Mintabie, dort besuchten wir als erstes Robyn und Dave in ihrem Shop. Die Wiedersehensfreude war gross J . Später im Pub wurden wir erstaunlicherweise von anderen Mintabianern wiedererkannt und sofort mit den üblichen Fragen bombardiert. Es war sehr unterhaltsam zu erfahren, was seit unserem letzten Besuch vor drei Jahren so alles passiert ist.
Am Abend beim Znacht auf dem Campingplatz fuhr ein Auto auf unsere Nachbarsparzelle à es waren Joshua und Iliana (die israelischen Archäologen, die wir beim Zirkone suchen kennengelernt haben). Das Wiedersehen mit ihnen war spassig. Wir verbrachten den ganzen Abend mit ihnen im Pub und erfuhren 1000 interessante Sachen über Fossiking und ihre Arbeit als Archäologen.

Am nächsten Tag gingen wir Dave’s Mine besichtigen. Er ist auf seinem Claim nun recht nahe an einem möglichen Opal Fundort (Sandstein glitzert bereits à Zeichen für Silikat à Opal in der Nähe). Am Nachmittag fuhren wir mit Bruno (73j. Kroate) zu seinem Claim. Er arbeitet seit 33 Jahren alleine mit einem Bobcat, einem Bohrhammer und Handwerkzeug, baut so Tunnelsysteme, um so zu den wertvollen Steinen zu gelangen.
Am Abend wurden wir von Robyn und Dave mit einem feinen Znacht verwöhnt und wir verbrachten mit Ihnen einen wunderbaren Abend.

Viele Wege führen zum Opal, davon wollte uns am nächsten Tag Sam überzeugen. Er ist nach eigenen Angaben reich, braucht nicht den schnellen Gewinn, und kann somit unkonventionelle Wege zum Opal finden einschlagen. Im Gegensatz zu andern gräbt er in alten Minen. Seine Idee ist, dass unterhalb des ersten freigelegten Levels noch ein weiteres Opal-Level vorhanden sein muss (und somit ein Vermögen). Sam hat fünf nebeneinander liegende Claims –ein Claim = 50 x 100m. Zusammen mit seinem Partner gräbt er sich nun mit seinen Maschinen in die Tiefe. Vielleicht in einem Jahr ist er dann beim gewünschten Level  angelangt… Seine Kosten pro Tag in seiner Mine: 1‘000 Dollar (für Diesel und Unterhalt der Maschinen).  Auf seinem Claim durften wir dann noodeln gehen J . Anmerkung: noodeln = im Aushub nach Opalen buddeln.

Jeden 2. Samstag ist Dorf-Barbeque in Mintabie. Wir hatten Glück, waren zur richtigen Zeit da, und kamen so in den Genuss von Brunos Grillkünsten (Bruno ist der 73j. Miner, aber im Nebenjob Dorfallrounder.

Dann war Abschied nehmen angesagt. Wir fuhren zu Dave in die Mine und erfuhren dort, dass der Checker von Dave verpennt hat. Der Checker hat die Aufgabe, hinter dem Dozer herzulaufen, wenn dieser rippt (= mit einem riesigen Zahn den Felsboden aufreisst). Der Checker muss mit Adleraugen gucken, ob in den gelösten Steinen Opal zum Vorschein kommt. Küre kam so zu seinem ersten „Job“ in Australien, er ist nun ein Checker! ;-) .
Und vielleicht auch ein Glücksbringer? Die ersten winzigen Anzeichen von Opal, in Form von wertlosem Potch, wurden heute gefunden. Verheissungsvolles Zeichen…
@ Robyn: You know the Signs, crossing Fingers J

Nun sind wir in Coober Pedy, hier ists nicht mehr so warm, der Herbst hält Einzug, die Nächte werden kühl (oder saukalt ;-) ), die Fliegen und Moskitos beirrt dies kaum.
Coober Pedy besuchen wir nicht wegen den Opalen, sondern um unsere Vorräte wieder mal aufzustocken, Wäsche waschen und so. Ist hier voll der Kommerz, drum geht’s bald weiter nach Andamooka. Mal schauen, ob uns dort auch jemand wiedererkennt… 

2 Kommentare

  1. Hallo zäme
    Na ward ihr schön fleissig beim Buddeln und hoffentlich auch fündig. Ich freue mich bereits eure Ausbeute zu Begutachten.
    Also Kurt wegen deinm Job als Checker; diesen kannst du auch in der Schweiz ausüben.
    Ich bin der Dozer und reisse auch dauern was auf und weiss nicht was hinten rauskommt. Wäre schön, wenn du dann mit deinem nun geschulten Auge schauen könntest ob was brauchbares dabei ist *grins*

    Weiterhin eine ganz schöne und Interessante Weiterfahrt.

  2. hehehehe…d checker bini ou aber i finde nie opale…geit ender i die richtig vom tom :-D

    häbets witerhin guet

    lg
    michu

Der Beitrag wurde am 11. April 2011 um 13:51 veröffentlicht und wurde in der Kategorie Allgemein gespeichert. Du kannst Kommentare zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Kommentare und Pings sind derzeit nicht erlaubt.

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